Zeitung: Russen wollen TNK-BP an die Börse bringen

dpa
Bild: palniki gazowe


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Düsseldorf (dpa-AFX) - Die russischen Anteilseigner des Ölkonzerns TNK-BP drängen einem Zeitungsbericht zufolge auf einen Börsengang des Konzerns. Dies sei eine realistische Variante, um aus der verfahrenen Situation zu kommen, erfuhr das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) aus Kreisen des Konsortiums AAR, zu dem unter anderem die Milliardäre Wiktor Wekselberg und Michail Fridman zählen. Die Übernahme des Anteils von BP sei auch angesichts der Lage auf dem internationalen Finanzmarkt völlig unmöglich.

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Das Konsortium wie auch der britische Erdölkonzern hält je die Hälfte an dem zweitgrößten Ölkonzern Russlands und ist seit Monaten in eine heftige Auseinandersetzung über die Zukunft verstrickt. BP habe nach Aussage eines Sprechers derzeit "kein Interesse, seinen Anteil zu verringern", schreibt die Zeitung. Die russische Seite erwägt daher weiterhin auch die Option, einen Aktientausch mit BP zu vollziehen, um so ein Ausstiegsszenario zu einem "fairen Preis" zu erhalten, heiße es bei AAR. BP sei darauf aber nicht eingegangen.

Der britische Multi wolle dies prüfen, zitiert das Blatt einen Sprecher, allerdings unter der Bedingung, dass die russische Regierung zustimme und BP den Anteil des Konsortiums an einen anderen Käufer weiterreichen könne. Als Wunschpartner der Briten gilt unter Moskauer Beobachtern der staatlich kontrollierte Gaskonzern Gazprom.

Unterdessen droht dem Firmenchef Robert Dudley die Ausweisung. Die russische Einwanderungsbehörde will dem Manager kein neues Visum ausstellen, sofern er nicht eine Kopie seines neuen Arbeitsvertrags vorlegen kann. Das Visum läuft Ende des Monats ab. Das russische Konsortium will Dudleys Arbeitsverhältnis nicht verlängern. Der Vertrag war vergangenes Jahr ausgelaufen, ist nach Ansicht von TNK-BP aber noch gültig, weil Dudley nicht offiziell gekündigt wurde. Sollte Dudley kein Visum erhalten, wäre das ein herber Rückschlag für BP im Kampf um die Kontrolle über das Unternehmen.



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