Zeitung: Neun EU-Länder einigen sich weitgehend auf Energiekonzept
dpa
Hamburg (dpa-AFX) - Deutschland und acht weitere EU-Staaten haben sich einem Pressebericht zufolge weitgehend auf ein Konzept zur Umstrukturierung der großen Energiekonzerne geeinigt. Damit wollten sie verhindern, dass die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten zu einer vollständigen Entflechtung von Netzbetrieb und Stromproduktion zwingt. Sieben von neun Staaten hätten dem Konzept formal bereits ihre Zustimmung gegeben, zitiert die "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) eine Sprecherin des Berliner Wirtschaftsministeriums.
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Das zwischen Deutschland, Frankreich, Österreich und sechs weiteren Staaten abgestimmte Konzept werde der Kommission voraussichtlich morgen präsentiert, hieß es weiter. Das Alternativkonzept der neun Länder sehe vor, die Netztöchter bei den Energiekonzernen zu belassen, sie aber unabhängiger zu machen.
Die Kommission will den Konzernen die Verfügungsgewalt über die Netze entziehen, damit neue Anbieter von Strom und Gas leichter auf den Markt kommen können. Sie will die Konzerne zum Verkauf der Netze zwingen. Als zweitbeste Lösung hat sie vorgeschlagen, die Netze in eine rechtlich unabhängige Gesellschaft zu übertragen, an der die Konzerne weiter beteiligt wären, nicht aber über Investitionen entscheiden würden. Die Vorschläge gehen vor allem Deutschland und Frankreich zu weit.
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