Zeitung: Neuer Streit zwischen Gabriel und Glos um alternative Energien
AFP, Verivox | 13.05.2008
Berlin (AFP) - Der Streit zwischen Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) um die Strategie bei erneuerbaren Energien spitzt sich laut einem Zeitungsbericht weiter zu. In einem Schreiben habe Glos seinen Kabinettskollegen aufgefordert, die Preise für die Windenergie an Land nicht zu erhöhen, berichtete die "Welt am Sonntag". Eine Nachjustierung sei verfrüht, schreibt Glos demnach in dem zweiseitigen Brief vom Freitag. Dies wäre auch kein positives Zeichen für verlässliches Regierungshandeln. "Angesichts der gestiegenen Strompreise und insgesamt höherer Energiepreise halte ich dies für die falsche Richtung", heißt es in dem Schreiben weiter, das dem Blatt vorliegt.
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Der Umweltminister plant eine Preiserhöhung um 1,2 Cent pro Kilowattstunde, um die angekündigten Einschränkungen beim Ausbau der Biosprit-Produktion in Deutschland auszugleichen und die Klimaziele nicht zu gefährden. Laut "WamS" errechnet Wirtschaftsminister Glos bei einer 20-jährigen Förderungsdauer ein zusätzliches Vergütungsvolumen von 5,3 Milliarden Euro. Dies würde die Stromverbraucher zusätzlich belasten.
Bereits in der vergangenen Woche habe Glos seinen Kollegen mit einem Gutachten über den Abbau der Solarenergie-Förderung verärgert. Nun gehe er auch gegen dessen Windenergiepläne vor. Glos bezweifelt demnach, ob die Preiserhöhung überhaupt zum Ziel führt. Besser wäre es, technologische Weiterentwicklungen durch Anreize zu fördern. "Eine höhere Vergütung begünstigt vorhandene Technologien und behindert neue Entwicklungen", heißt es in dem Brief.
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