Zeitung: Kartellamt will gegen Gasversorger einschreiten
AFP
München (AFP) - Das Bundeskartellamt in Bonn will bis Jahresende gegen einzelne Gasversorger wegen mutmaßlich überhöhter Preise vorgehen. "Es besteht bei den Gasunternehmen der dringende Verdacht, dass es sich um eine missbräuchliche Ausnutzung der Marktstellung handelt", sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Bernhard Heitzer, der "Süddeutschen Zeitung". Nach seinen Angaben werden erste Entscheidungen nicht vor Ende des Jahres bekannt gegeben. "Missbräuche in der Preisfindung werden identifiziert und so weit wie möglich abgebaut", sagte Heitzer weiter.
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Das Bundeskartellamt hat Anfang März ein Missbrauchsverfahren gegen insgesamt 35 Unternehmen der Gasversorgungsbranche eingeleitet. Ausgangspunkt der Untersuchungen war ein Vergleich der Nettopreise der deutschen Gasversorger. Dabei wurden erhebliche Unterschiede festgestellt. Parallel zur Gasbranche hat das Kartellamt auch die Strombranche im Visier. Dort sind die Ermittlungen nach Angaben Heitzers aber deutlich schwieriger.
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