Zeitung: Gazprom offenbar vor Kauf der Wadan-Werften
Rostock/Wismar/Moskau - Der russische Energieriese Gazprom steht laut einem Zeitungsbericht unmittelbar vor dem Kauf der insolventen Wadan-Werften. Bereits an diesem Wochenende könnten entsprechende Verträge unterzeichnet werden, schrieb die "Ostsee- Zeitung" (Mittwoch). Die Wadan-Insolvenzverwaltung bestätigte "konkrete Gespräche" mit Investoren, wollte aber bisher keine Namen nennen.
Der Zeitung zufolge sind der Gazprom-Aufsichtsrat und frühere russische Energieminister Igor Jussufow sowie dessen Sohn Witalij bereit, 40,5 Millionen Euro in die beiden Standorte des größten Schiffbauers in Mecklenburg-Vorpommern zu investieren. Insgesamt 1600 der rund 2500 Wadan-Beschäftigten in Wismar und Rostock-Warnemünde sollen demnach übernommen werden.
"Aufgrund der allseits vereinbarten Vertraulichkeit können wir uns zu Einzelheiten erst dann äußern, wenn ein Vertrag abgeschlossen ist", sagte der Sprecher von Insolvenzverwalter Marc Odebrecht, Lars Rosumek, der dpa. Das Vorgehen sei mit Bund und Land abgestimmt, die die in der vergangenen Woche gestarteten Transfergesellschaften finanzieren.
Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) wollte sich nach Angaben der Zeitung noch am Mittwoch mit Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin treffen. Das Übernahmekonzept der Investoren werde auch beim Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Freitag in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi erörtert.
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