Zeitung: E.ON will Thüga-Verkaufsprozess offiziell starten

dpa-AFX | 07.11.2008
Bild: E.ON Firmenzentrale

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München - Der E.ON-Konzern will einem Pressebericht zufolge in der kommenden Woche offiziell den Verkaufsprozess für seine Stadtwerke-Holding Thüga starten. Mit der Sondierung des Marktes sei die Bank Goldman Sachs beauftragt worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ"/Freitagausgabe) mit Verweis auf informierte Branchenkreise. E.ON hatte in der Vergangenheit bestätigt, die Thüga ebenso wie andere Konzernaktivitäten und -beteiligungen auf den Prüfstand zu stellen. Zu den aktuellen Informationen gab ein Firmensprecher auf Anfrage der Zeitung keine Stellungnahme ab.


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Auch die Absage eines Treffens von Geschäftsführern der Thüga-Beteiligungen wird laut "SZ" indessen in der Branche als Indiz dafür gewertet, dass E.ON den Prozess nunmehr vorantreibt. Die Thüga ist an 120 kommunalen Versorgern beteiligt, die drei bis vier Millionen Kunden mit Strom und Gas beliefern und insgesamt an die 15 Milliarden Euro umsetzen.

In der Vergangenheit galt Thüga als Perle im E.ON-Konzern und wichtiger Vertriebskanal. Allerdings haben sich in letzter Zeit die Gewichte verschoben. Mit der Regulierung sind die Renditen aus dem Netzgeschäft geschrumpft, ebenso die Vertriebsmargen im härteren Wettbewerb um die Endkunden. Und über eine Stromerzeugung, mit der gute Gewinne eingefahren werden, verfügen viele Stadtwerke nicht.



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