Zeitung: E.ON will in den französischen Atommarkt einsteigen

dpa-AFX
Bild: E.ON Firmenzentrale


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Düsseldorf - Der Energiekonzern E.ON liebäugelt laut einem Pressebericht mit einem Einstieg in den französischen Atommarkt. Das Unternehmen stehe kurz vor dem Abschluss eines Abkommens mit dem französischen Wettbewerber Électricité de France (EDF) , berichteten das "Handelsblatt" und seine französische Partner-Zeitung "La Tribune" (Montag) unter Berufung auf mit der Transaktion vertraute Kreise. Geplant sei, dass E.ON und EDF Anteile an Kraftwerken tauschen.


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E.ON soll dem Bericht zufolge Erzeugungskapazitäten in französischen Kernkraftwerken von rund 800 Megawatt übernehmen. So erhalte der deutsche Konzern Zugang zu den Reaktoren in Fessenheim an der Grenze zu Baden-Württemberg und Cattenom in der Nähe von Luxemburg. Auch könne er Kapazitäten des geplanten neuen Reaktors bekommen, der ab 2012 im nordfranzösischen Penly gebaut werden soll. Im Gegenzug wolle E.ON den Franzosen und deren deutscher Tochter Energie Baden-Württemberg (EnBW) Anteile an Kohlekraftwerken überlassen. Ein E.ON-Sprecher lehnte auf Anfrage der Zeitung einen Kommentar ab. Vorstandschef Bernotat hatte im Juli aber zumindest schon Verhandlungen mit EDF bestätigt.

Durch den Deal mit EDF verbessere E.ON die Klimabilanz deutlich. Zudem stärkten die Deutschen ihre Position auf dem französischen Strommarkt, wo sie derzeit die Nummer drei sind. Der Abstand zu den Marktführern EDF und GDF Suez sei zwar riesengroß, E.ON sei aber der einzige ausländische Konzern, dem bislang ein substanzieller Einstieg auf dem weitgehend abgeschotteten Markt gelungen ist, so die Zeitungen. E.ON ist in Frankreich mit der Tochter Snet seit vorigem Jahr aktiv. Laut "La Tribune" will sich EDF zudem in Großbritannien von seinem Geschäft trennen. So sollen die Franzosen weitere 20 Prozent des jüngst übernommenen Stromanbieters British Energy (BE) verkaufen wollen. Im Mai hatte EDF bereits 20 Prozent von BE für 2,5 Milliarden Euro an den Wettbewerber Centrica verkauft.



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