Zeitung: E.ON an Spaniens zweitgrößtem Stromkonzern interessiert
AFP, Verivox
Madrid (AFP) - Zehn Monate nach dem Scheitern seiner Übernahmepläne für Endesa ist der deutsche Energieriese E.ON einem Pressebericht zufolge an der Nummer zwei des spanischen Strommarktes interessiert. E.ON wolle Aktien von Spaniens zweitgrößtem Stromkonzern Iberdrola kaufen, um sich die Möglichkeit einer Übernahme offenzuhalten, berichtete die spanische Wirtschaftszeitung "Cinco Días" am Donnerstag. Dazu sollten zunächst Kaufoptionen für Iberdrola-Anteile erworben werden. Zum Umfang des geplanten Handels machte das Blatt keine Angaben. Eine E.ON-Sprecherin wollte sich laut "Cinco Días" nicht zu dem Bericht äußern.
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Die "Financial Times" hatte am Mittwochabend berichtet, der französische Energieversorger EDF und das spanische Unternehmen ACS führten Vorgespräche über einen gemeinsamen Kauf von Iberdrola. ACS erklärte unterdessen am Donnerstag, es sei zu keiner Einigung mit EDF gekommen. Iberdrola-Chef Ignacio Sánchez Galán wandte sich gegen eine Aufteilung seines Unternehmens. Zugleich zeigte er sich offen für ein Kaufangebot, das die Zustimmung der Aktionäre finde.
Die Übernahme von Endesa durch den italienischen Energiekonzern Enel und das spanische Bauunternehmen Acciona war im Herbst vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Die beiden Konzerne hatten den deutschen Konkurrenten E.ON aus dem Rennen geworfen, der ebenfalls ein Angebot für Endesa abgegeben hatte. Unterstützung hatten Acciona und Enel von der spanischen Regierung erhalten, die von Anfang an gegen eine Übernahme durch E.ON war.
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