Zeitung: Energiekonzern E.ON legt Sparprogramm auf
Düsseldorf/Berlin - Mit einem europaweiten Sparprogramm plant der Energiekonzern E.ON nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» Einsparungen im Volumen von einer Milliarde Euro. Im Rahmen des Projekts sollen Doppelfunktionen in allen Konzernteilen abgeschafft werden, berichtete das Blatt am Dienstag vorab (Mittwochausgabe). Es gehe darum, das Unternehmen nach dem schnellen Wachstum der vergangenen Jahren neu zu positionieren, schrieb das Blatt unter Berufung auf Konzernkreise. Ob dabei auch Arbeitsplätze wegfallen, sei nicht absehbar. Ein E.ON-Sprecher bestätigte den Bericht auf Anfrage, machte aber keine Angabe zu den Sparzielen.
Das Sparprogramm stehe nicht mit der aktuellen Finanzkrise in Zusammenhang, betonte er. Es sei schon lange vor dem Ausbruch der Krise aufgelegt worden. Ziel sei es dabei, im operativen Gas- und Stromgeschäft nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen, nachdem das Unternehmen zuvor durch zahlreiche Akquisitionen stark gewachsen sei.
Teil des Kostensenkungsprogramms ist nach weiteren Angaben der «Welt», die zehn Sparten weltweit zu verschlanken und effektiver aufzustellen. Vorbild sei das Projekt Regi.on, bei dem allein bei der Münchener E.ON Energie durch eine stärkere Konzentration der Regionalgesellschaften rund 1800 Stellen abgebaut werden. Ziel müsse vor allem sein, die neuen Beteiligungen in Spanien, Italien und Russland in den Konzern zu integrieren.
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