Zeitung: Deutscher Solarindustrie droht Pleitewelle
Hamburg - Der deutschen Solarindustrie droht laut einem Zeitungsbericht eine beispiellose Pleitewelle. Nachdem zahlreiche Zellenhersteller im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht sind, fürchteten Branchenexperten einen Niedergang vieler Unternehmen, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe). Obwohl Deutschland der größte Wachstumsmarkt für Solaranlagen auf der Welt sei, brächen der Branche Umsätze und Gewinne weg. Zwar sorgten üppige staatliche Einspeisevergütungen für einen Nachfrageboom, profitieren würden allerdings zunehmend Konkurrenten der deutschen Hersteller aus Asien, vor allem aus China.
"Ein großer Teil der deutschen Solarzellen- und modulhersteller wird nicht überleben", sagte UBS-Analyst Patrick Hummel dem Blatt. Auch andere Experten warnen. "Die asiatischen Zell- und Modulhersteller werden die deutschen verdrängen - außer die deutschen produzieren zukünftig ebenfalls in Asien", sagte die Chefredakteurin der Fachzeitschrift "Photon", Anne Kreutzmann, der Zeitung. Auch der Leiter des Solarprüfzentrums beim TÜV Rheinland, Wilhelm Vaaßens bestätigte dem Blatt diese Einschätzung: "Da ist eine starke und potente Konkurrenz entstanden."
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