Zeitung: Bundesnetzagentur weist RWE-Warnung zu Biblis zurück

dpa
Bild: Stromleitungen


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Berlin (dpa) - Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat die Warnung des Stromkonzerns RWE zurückgewiesen, durch die Abschaltung des Kernkraftwerks Biblis A im Jahr 2008 würde ein Nadelöhr im deutschen Stromnetz entstehen. "Ein drohender Engpass ist uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht nachgewiesen", zitiert ihn die "Financial Times Deutschland" (Mittwoch). "Es würde gegen den Geist der Trennung von Netz und Kraftwerken verstoßen, wenn die Netzbetreiber Engpässe nutzen wollten, um Kraftwerke eines mit ihnen verbundenen Erzeugers zu begünstigen."

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Kurth habe betont, dass nach geltenden Gesetzen RWE als Netzbetreiber die Pflicht habe, dass Stromnetz unabhängig von der Eigentümerstruktur des Kraftwerksparks bedarfsgerecht auszubauen. Um mögliche Engpässe bewerten zu können, müsse zunächst die Transparenz zum Thema künftige Netzkapazitäten erhöht werden. "Wir wollen, dass alle Betroffenen über die relevanten Planungsdaten verfügen können und neue Kraftwerke zu gleichen Bedingungen wie alte Kraftwerke diskriminierungsfrei das Netz nutzen können", sagte Kurth dem Bericht zufolge.

RWE hatte am Dienstag seinen Antrag auf Verlängerung der Laufzeit des hessischen Kraftwerks Biblis A auch damit begründet, dass sonst ein Engpass im Stromnetz entstehen würde, so das Blatt.



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