Zeitung: Auflagen für E.ON werden gekippt - Merkel optimistisch

dpa
Bild: Stromleitungen



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Barcelona/Berlin (dpa) - Im monatelangen Streit um die angestrebte Übernahme des spanischen Stromversorgers Endesa durch den deutschen E.ON-Konzern häufen sich die Signale für eine Lösung. Nach einem Bericht der Zeitung "La Vanguardia" (Barcelona) vom Freitag ist die spanische Regierung bereit, einen Großteil der Auflagen zu kippen. Demnach soll E.ON die Atom- und Kohlekraftwerke Endesas behalten dürfen. Auch müsse der Düsseldorfer Energiekonzern im Falle einer Übernahme nicht die Stromversorgung auf den Balearen und den Kanarischen Inseln abtreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte vor den deutsch-spanischen Konsultationen in der kommenden Woche, dass sie mit Blick auf die Übernahme "grundsätzlich optimistisch" sei.

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Regierungssprecher Ulrich Wilhelm betonte am Freitag in Berlin zwar, dass dies keine Entscheidung der Regierung sei, sondern der beteiligten Unternehmen. Es sei aber davon auszugehen, dass die "Angelegenheit auf gutem Weg" sei auf beiden Seiten. Es könne zu einem guten Ergebnis kommen.

Laut "La Vanguardia" will Madrid mit den Zugeständnissen weiteren Konflikten mit der EU-Kommission oder Deutschland aus dem Weg gehen. Der spanische Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes räumte ein, dass einige der Auflagen nicht aufrechterhalten werden könnten, weil diese EU-Kompetenzen berührten. Zuvor hatte Spaniens Regierung Hoffnungen auf eine Einigung beim deutsch-spanischen Gipfel am 12. September in Meersburg am Bodensee geweckt. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sagte der Wochenzeitung "Die Zeit": "Es wird ein Happy End geben für Spanien, für Europa, für den Energiesektor, für die Stromwirtschaft. Das werden wir auf dem bilateralen Gipfeltreffen gemeinsam feiern können."

Spaniens staatliche Energiebehörde CNE hatte Ende Juli entschieden, dass E.ON für die 27 Milliarden Euro schwere Übernahme rund ein Drittel von Endesa abgeben und insgesamt 19 Bedingungen erfüllen müsse. Die EU-Kommission hatte diese Auflagen für illegal erklärt.



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