Yahoo! mit Gewinnrückgang: Druck im Tauziehen mit Microsoft steigt

dpa
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Sunnyvale (dpa) - Nach einem Gewinneinbruch gerät der Internet-Konzern Yahoo! bei seinem Übernahmekampf mit dem Softwareriesen Microsoft immer mehr unter Druck. Der Überschuss fiel im zweiten Quartal auch durch höhere Ausgaben für neue Projekte um fast ein Fünftel auf 131 Millionen Dollar (83 Millionen Euro). Konzernchef Jerry Yang schloss am Dienstagabend in Sunnyvale (Kalifornien) eine Übernahme durch Microsoft erneut nicht generell aus.

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Der Umsatz von Yahoo! stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro). Die Zahlen lagen zwar unter den mittleren Erwartungen der Analysten, manche Experten hatten aber noch weniger erwartet. Yahoo! hielt zudem in etwa an seiner Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr fest. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kursplus.

Yahoo! sei für einen Verkauf oder eine Übernahme weiter offen, solange ein solches Geschäft den Unternehmenswert erhöhe, betonte Yang. Seit Ende Januar hatte Yahoo! mehrere Offerten Microsofts im Wert von rund 45 Milliarden Dollar als zu niedrig ausgeschlagen. Zuletzt warfen sich beide Seiten gegenseitig vor, nicht wirklich an einem Geschäft interessiert zu sein. Erst am Montag einigte sich Yahoo! mit dem kritischen Großaktionär Carl Icahn und räumte dem US- Milliardär drei Sitze im Verwaltungsrat ein. Icahn will dafür das Gremium nicht mehr stürzen, beharrt aber auf zumindest einem Teilverkauf von Yahoo! an den weltgrößten Softwarekonzern.

Während die Erlöse auf dem Heimatmarkt zulegten, fielen sie international deutlich. Die allgemeine Konjunkturschwäche treffe auch Yahoo!, sagte Yang. Das Ergebnis je Aktie lag bei 9 US-Cent nach 11 US-Cent im Vorjahr. Analysten hatten erneut 11 US-Cent erwartet.

Für das Gesamtjahr konkretisierte Yahoo! den Ausblick auf Umsatz und Gewinn und verringerte die Spannbreite etwas. Der Umsatz soll 2008 nun zwischen 7,35 und 7,85 Milliarden Dollar liegen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen sieht der Konzern zwischen 1,83 und 1,98 Milliarden Dollar.



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