Yahoo-Aktionäre stellen sich hinter Konzernspitze
Microsoft hatte seit Februar hartnäckig um Yahoo geworben. Zuletzt bot der Software-Riese 47 Milliarden Dollar (knapp 30 Milliarden Euro) für Yahoo, die Suchmaschine allein hätte sich Microsoft neun Milliarden Dollar kosten lassen. Microsoft erhoffte sich durch eine Zusammenarbeit mit Yahoo eine bessere Position in der Konkurrenz mit dem Internetgiganten Google, der den wachsenden Markt für Internetwerbung beherrscht. Anfang Mai zog Microsoft sein Angebot angesichts des Widerstands von Yahoo zurück.
Allen voran der rebellische Großaktionär Icahn warf dem Yahoo-Management vor, einen Zusammenschluss mit Microsoft verhindert zu haben, und betrieb offen eine Ablösung von Yang und Bostock. Ende Juli schlossen beide Seiten einen Waffenstillstand. Yahoo erklärte sich bereit, den Vorstand von acht auf elf Mitglieder zu erweitern. Die drei zusätzlichen Sitze sollten an von Icahn nominierte Bewerber gehen.
Heiß diskutiert wurden auf der Hauptversammlung auch Vorwürfe, nach denen das Unternehmen China bei der Unterdrückung von Regierungskritikern unterstützt haben soll. Yahoo war im vergangenen Jahr heftig in die Kritik geraten, weil Informationen über kritische chinesische Internetnutzer angeblich über den Konzern an die dortigen Behörden gelangt waren. Yahoo wies die Verantwortung dafür stets zurück. Die Aktionäre sprachen sich am Freitag gegen die Schaffung eines Menschenrechtskomitees aus.
Weitere Nachrichten vom 04.08.2008
- Handy-Tarife innerhalb der EU sinken weiter
- Atomblöcke in Philippsburg arbeiten wieder
- Centrica bestätigt Interesse an British Energy
- Mehrheit der Deutschen gegen Telefonate im Flugzeug
- Streit um TNK-BP hat erste Personalkonsequenz
- Neun von zehn Verbrauchern würden wieder den Anbieter wechseln
- Atomkraft bleibt: Deutsche Versorger setzen auf Erzeugung im Ausland
- Energie-Agentur: Stromlücke wächst stärker als gedacht
- AOL hat sein Geschäft komplett umgekrempelt
- Energiespartipps auf Türkisch: Evlerde Enerji Tasarrufu
- Vodafone DSL All-Inclusive-Paket sechs Monate kostenlos
- Jeder Dritte fürchtet Computer-Überwachung bei der Arbeit
- Städte fordern flexibles Wohngeld bei steigenden Heizkosten
- Identifikations-Nummer des Handys notieren
- Magazin: Mehrheit bei Freenet stützt Vorstandschef Spoerr
- Strahlenschutzchef: Atomdebatte wird zu Bumerang für Entsorgung
- Unfall in Atomlabor der IAEA - Plutonium entwichen
- Ölpreise gestiegen - Atomstreit mit dem Iran
- Huber lehnt Atommüll-Endlager in Bayern ab

