WWF: EU verfehlt selbstgesteckte Ziele für erneuerbare Energie
dpa | 30.10.2002
Brüssel (dpa) - Die Europäische Union wird ihr selbstgestecktes
Ziel zum deutlichen Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind- oder
Wasserkraft nicht erreichen. Die eigene Vorgabe, bis zum Jahr 2010
diesen Anteil auf 22 Prozent des gesamten Energieverbrauchs zu
steigern, werde die Union verfehlen, heisst es in einer am Mittwoch in
Brüssel vorgestellten Studie der internationalen
Umweltschutzorganisation WWF und des europäischen Industrieverbandes
für umweltfreundliche Energie EREF. Derzeit trügen Sonnenenergie,
Biomasse oder Windkraft im EU-Durchschnitt lediglich zu 15 Prozent
des gesamten Stromverbrauchs bei, hiess es.
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"Um den Wettlauf für die grüne Energie zu gewinnen, müssen die EU-
Regierungen den Ausbau der erneuerbaren Energien angemessener als
bisher fördern und die Energienachfrage dringend kontrollieren",
sagte WWF-Klimaexperte Giulio Volpi. Im EU-Vergleich erreichten
lediglich Dänemark und Irland ihre Ziele zum verstärkten Einsatz
umweltfreundlicher Energieträger.
Deutschland werde die eigene Vorgabe von 13 Prozent bis 2010 nur knapp erreichen, hiess es weiter. Besonders negativ falle Grossbritannien auf, dass sich ein Ziel von zehn Prozent grüner Energie am Gesamtverbrauch gesteckt habe, jedoch nur 4 Prozent erreichen werde.

