Wüstenstrom-Initiative soll noch dieses Jahr Arbeit aufnehmen
München - Das Wüstenstromprojekt Desertec, eins der weltweit ehrgeizigsten Erneuerbare-Energien-Projekten, nimmt konkrete Formen an: "Wir werden im Oktober, spätestens im November mit Gründung der Desertec-Gesellschaft an den Start gehen", erklärte René Umlauft von Siemens der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag. Die Planungen seien bereits weit fortgeschritten. In wöchentlichen Treffen würden die Mitglieder der Initiative derzeit an einer Geschäftsordnung und dem Gesellschaftervertrag arbeiten.
Siemens gehört zu den zwölf Gründungsmitgliedern der Initiative Desertec, die Solar- und Windenergie in den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens erzeugen will. Ziel ist, einen Teil der dort gewonnenen Energie auch nach Europa zu importieren.
Als wichtigste Entscheidung gelte in Kreisen des Konsortiums die Besetzung des Chefpostens, berichtete die Zeitung. Nach ihren Informationen ist der frühere Chef des UN-Umweltprogramms Klaus Töpfer Wunschkandidat mehrerer Mitglieder. Umlauft sagte lediglich, derzeit werde über die Besetzung und den Zuschnitt der Führungsposten gesprochen.
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