WSJ: Apple schiebt Anrufabbrüche beim iPhone auf Infineon-Chip

dpa
Bild: Hand mit Smartphone


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New York (dpa-AFX) - Der Elektronikkonzern Apple schiebt nach einem Pressebericht die gehäuft auftretenden Anrufabbrüche beim neuen iPhone auf ein Bauteil aus dem Hause Infineon. Apple glaube, die Probleme hätten mit einem speziell für das Telefon entwickelten 3G-Chip der Deutschen zu tun, sagte eine mit der Situation vertraute Person dem "Wall Street Journal" (WSJ/Freitagausgabe). Infineon lehnte auf Anfrage einen Kommentar zu dem Bericht ab. Ein Sprecher verwies aber darauf, dass eigene 3G-Chips in Handys von Samsung problemlos im Einsatz seien. 3G bezeichnet die dritte Mobilfunk-Generation, in Europa besser bekannt unter UMTS.

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Es gilt als offenes Geheimnis, dass die Münchener das iPhone mit Chips bestücken. Bestätigt hat Infineon dies aber nie, denn Apple legt großen Wert auf die Geheimhaltung der Technik. Laut Marktforscher Gartner ist der Chip aus Deutschland für die Verbindung zwischen dem Handy und den Mobilfunk-Netzen zuständig. Die Entscheidung für eine spezielle Entwicklung und gegen einen Standard-Chip könnte mit dem Problem der Anrufabbrüche zu tun haben, sagte Garnter-Analyst Ken Dulaney dem "Wall Street Journal".

Ein anderer Branchenbeobachter sagte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX jedoch, der Grund für die Störungen sei die fehlerhafte Apple-Software, die ein zu starkes Mobilfunk-Signal voraussetze. Apple arbeitet nach Informationen der Zeitung bereits an einer Lösung des Problems. Eine in den kommenden Wochen erscheinende neue Version der Geräte-Software solle Abhilfe schaffen, heißt es. Die Software könnten die Nutzer dann über das Internet-Portal iTunes herunterladen.

Wie häufig die Anrufabbrüche speziell im Vergleich mit anderen Handys auftreten, ist unbekannt. Weder Apple noch Netzbetreiber äußerten sich gegenüber dem "WSJ" dazu. In Nutzerforen häufen sich laut der Zeitung aber die Problemmeldungen. Das iPhone ist neben dem Musikabspieler iPod und den Macintosh-Computern der größte Umsatzbringer von Apple. Für Infineon wäre das Geschäft ebenso bedeutsam. Die Mobilfunk-Sparte der Deutschen steckt seit dem Zusammenbruch des Hauptkunden BenQ Mobile in einer Krise. Neue Kunden wie Apple sind deshalb umso wichtiger.



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