Wohnungswirtschaft kritisiert Regierungspläne für Energiespar-Investitionen
Bestätigt sieht sich Ridinger durch eine neue Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt in Darmstadt (IWU). Im Rahmen dieser Studie sind am Beispiel eines 9-Familien-Hauses Vergleichsrechnungen für die Sanierung auf unterschiedliche energetische Niveaus durchgerechnet worden. Als Vergleichswert wirden dabei der jährliche Verbrauch von Heizöl pro Quadramteter herangezogen. Der bundesdeutsche Durchschnitt liege bei etwa 16 Litern.
Bei dem in der Studie gewählten Beispiel habe sich - und auch nur bei wohlwollenden Annahmen - lediglich das 7-Liter-Haus gerechnet, so Ridinger, aber auch nur dann, wenn die mietrechtlich möglichen Modernisierungsumlagen von den Mietern auch gezahlt werden. Die Mietsteigerungen erreichen dabei nicht selten 30 bis 50 Prozent. Die geplanten Vorgaben der Bundesregierung würden aber auf 4-Liter-Häuser abzielen.
Die Programme zur Energieeinsparung sollten sich vielmehr auf Gebäude mit derzeit sehr hohem Energieverbrauch konzentrieren, so Ridinger. Durch geringfügige technische Modernisierungen und die bessere Ausnutzung bestehender Anlagen könnte so sehr viel mehr Energie eingespart werden.
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