Wirtschaftsminister wollen mehrheitlich längere Atom-Laufzeiten
Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) betonte ebenfalls, dass eine Laufzeitverlängerung unter den Ressortchefs umstritten ist. Er sprach sich wie Müller für den Bau von weiteren Kohle-Kraftwerken aus: "Wir brauchen neue zusätzliche Kraftwerkskapazitäten in Deutschland." Der Bau von neuen Atomkraftwerken sei dagegen kein Thema bei der Ministertagung gewesen, ergänzte die bayerische Wirtschaftsministerin.
Auch zur Koppelung der Gaspreise an den Ölpreis gab es bei den Ministern unterschiedliche Positionen. Der Vorsitzende der Konferenz, Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU), sprach sich für eine Beibehaltung der bisherigen Preiskoppelung aus. Wenn der Gaspreis nicht mehr vom Ölmarkt abhänge, werde Deutschland noch abhängiger von den wenigen Gaslieferanten.
Die Vertreter der Gemeinden mit Atomanlagen forderten zum Abschluss ihres Treffens im bayerisch-schwäbischen Gundremmingen die Politik in einem Fünf-Punkte-Katalog auf, eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke zu ermöglichen und Endlagerkapazitäten zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereitzustellen.
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