Wirtschaftskrise mindert Treibhausgase
Berlin - Im Jahr 2008 wurden in Deutschland so wenig Treibhausgase freigesetzt wie noch nie seit 1990. Das geht aus einer Erhebung des Bundesumweltministeriums hervor, die am Sonntag in Berlin veröffentlicht wurde. Der Ausstoß aller erfassten Treibhausgase sei gegenüber dem international genutzten Vergleichsjahr 1990 um 23 Prozent auf rund 945 Millionen Tonnen Kohlendioxid zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Rückgang 12 Mio. Tonnen oder 1,2 Prozent.
Ein erheblicher Teil des Rückgangs gehe auf den Ausbau erneuerbarer Energien und andere Klimaschutzmaßnahmen zurück, gab Bundesumweltminister Sigmar Gabriel an. Zugleich mache sich die Wirtschaftskrise im CO2-Ausstoß bemerkbar. Ihr seien ein bis zwei Prozentpunkte zuzurechnen. Vor allem der Einsatz von Stein- und Braunkohle als Brennstoff für Kraftwerke sei zurückgegangen.
Im Vorjahr lag der Ausstoß von Treibhausgasen 21 Prozent unter dem von 1990. Gemäß dem Klimaschutzabkommen von Kyoto muss Deutschland im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 ein Minus von 21 Prozent vorweisen. "Wir erreichen das Kyoto-Ziel", erklärte Gabriel. Bis 2020 soll der Treibhausgasausstoß sogar um rund 40 Prozent geringer sein als 1990.
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