Wirtschaftskrimi um grössten serbischen Mobilfunkanbieter Mobtel
Die unklaren Besitzverhältnisse bei der Mobtel kann die österreichische Mobilkom aber nicht abschrecken. Sie geht davon aus, dass sie nach den Karic-Anteilen, die jetzt über Vermittler erworben wurden, schnell auch die restlichen Prozente von der serbischen Regierung übernehmen kann. Doch die hat am Freitag abgewinkt. Der Staatsanteil, wie hoch er am Ende auch immer sei, werde in einer internationalen Ausschreibung privatisiert. "Da haben wir ein Vorkaufsrecht", sagen die Österreicher. Karic habe seinen Besitz an Mobtel gar nicht nach Österreich verkaufen dürfen, weil der Staat dem hätte zustimmen müssen, kontert die Regierung.
Offenbar überblickt kaum noch jemand die verworrene Gemengelage aus Eigentum, Geschichte und grosser Politik. Nur eines ist klar: Der serbische Staat muss seinen Besitz in der heimischen Mobilfunkbranche so oder so teilprivatisieren. Schon hat die Europäische Union klar gemacht, dass der Staat nicht beide Anbieter beherrschen darf. Denn ihm gehört neben den unklaren Mobtel-Anteilen auch das Mobilfunknetz der rein staatlichen serbischen Telekom.
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