Wintershall und Gazprom nehmen russische Gasförderung in Betrieb
Im Gasfeld Juschno Russkoje lagern förderbare 600 Milliarden Kubikmeter. Derzeit pumpt Gazprom jährlich etwa 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Deutschland. Ausgehend von dieser Liefermenge kann laut BASF allein die Lagerstätte Juschno Russkoje alle russischen Gasexporte nach Deutschland für weitere 15 Jahre gewährleisten. Gazprom und die 100-prozentige BASF-Tochter Wintershall handeln bereits seit 1990 gemeinsam mit Erdgas. Die westsibirische Jamal-Region gilt als Gebiet mit einem der weltweit größten Erdgasvorkommen.
Die Beteiligung der BASF an der Gasproduktion in Sibirien ist Teil eines inzwischen abgeschlossenen Tausches von Unternehmensanteilen. Die BASF-Tochter Wintershall hat 25 Prozent minus eine Aktie an der Gesellschaft Severneftegazprom (SNGP) erhalten, die die Lizenz am Erdgasfeld Juschno Russkoje in Westsibirien hält. Zusätzlich erhielt Wintershall eine privilegierte Aktie ohne Stimmrecht am Gründungskapital von Severneftegazprom, wodurch BASF im Ergebnis mit 35 Prozent am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt ist. Gazprom wiederum hat den Anteil an der gemeinsamen Erdgashandelsgesellschaft WINGAS GmbH von bislang 35 auf 50 Prozent minus einen Anteil aufgestockt. Ebenso erhielt Gazprom eine Beteiligung von 49 Prozent an einer Wintershall-Tochtergesellschaft, die in Libyen Erdöl produziert.
An Juschno Russkoje möchte sich künftig auch der deutsche Versorger E.ON beteiligen. Im Gegenzug solle Gazprom Beteiligungen an Kraftwerken in West- und Mitteleuropa sowie unterirdische Erdgasspeicher erhalten, hatte E.ON am Montag in Düsseldorf mitgeteilt. Laut "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) hat E.ON dem russischen Konzern Beteiligungen im Wert von mehr als einer Milliarde Euro angeboten, um dafür mit knapp 25 Prozent beteiligt zu werden
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