Windbranche erwartet Boom an Land und auf See ab 2009
dpa | 23.07.2008
Weitere Informationen
- Studie: Windenergie wächst stärker - Stromlücke wird kleiner
- Deutsche Windkraftanlagen sind Exportschlager
- Ostdeutschland wird weiter vernetzt - Neue Trassen für Windstrom
- Neue Technik bringt mehr Windstrom ins norddeutsche Stromnetz
- Zeitung: Umweltministerium will Offshore-Windstrom zulasten der Photovoltaik stärker fördern
gesamtes Archiv
Berlin (dpa) - Vor dem Hintergrund weiter steigender Energiepreise erwartet die deutsche Windenergiebranche in den kommenden beiden Jahren einen kräftigen Auftrieb. Von 2009 an sei nicht nur mit der beginnenden Windstromproduktion auf hoher See zu rechnen, sagte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), Hermann Albers, am Mittwoch in Berlin. Dann werde auch der Ersatz kleiner Windanlagen durch eine geringere Zahl leistungsfähigerer (Repowering) immer stärker zum Zuge kommen. Geplant sei, die Leistung der Stromerzeugung im Schnitt um 3500 Megawatt pro Jahr zu erhöhen. "Wir werden dann 2020 das Ziel von 25 Prozent Windenergieanteil am Stromverbrauch erreichen."
- Anzeige -
Der Maschinen- und Anlagenbau-Verband VDMA betonte jedoch, dass dazu enorme Kapazitätsengpässe beim Bau neuer Windanlagen überwunden werden müssten. Neben den aktuell hohen Rohstoffpreisen für Stahl und Kupfer gebe es weitere bremsende Faktoren. So müssten erst einmal die Schmieden und Gießereien gewonnen werden, ihre Kapazitäten weiter auszubauen, sagte Thorsten Herdan, Geschäftsführer der VDMA Power Systems. Dies sei nicht leicht. Die Windanlagenbauer sollten aber ihre "Erfolgsgeschichte" fortschreiben, die sich auch aktuell zeige.
So hatten deutsche Hersteller und Zulieferer im Jahr 2007 einen Anteil von 28 Prozent am weltweiten Gesamtumsatz von 22,1 Milliarden Euro, berichtete das Deutsche Windenergie-Institut im Auftrag der beiden Verbände Power Systems und BWE. Der deutsche Umsatzanteil an allen weltweit produzierten Anlagen und Komponenten betrug 6,1 Milliarden Euro. Das waren 21 Prozent mehr als 2006. Die Exportquote stieg von 74 Prozent in 2006 auf über 83 Prozent im Jahr 2007.
- Informationen zum Thema Windenergie.
Weitere Nachrichten vom 23.07.2008
- Verivox-Umfrage: Voreinstellungen der Tarifrechner und Service
- Timoschenko: Ukraine und Gazprom über Erdgaspreise für 2009 einig
- Hessen-SPD schlägt kostenfreie Strom-Grundmenge für alle vor
- US-Telekomkonzern AT&T: Gewinnplus dank Mobilfunk - iPhone-Partner
- Spam-König Soloway zu vier Jahren Haft verurteilt
- Hurrikanwarnung aufs Handy: Neuer SMS-Dienst von Reiseveranstaltern
- Deutsche Windkraftanlagen sind Exportschlager
- Strom, Gas, Telefon, Internet: Spar-Check für die zehn größten Städte
- Handy weg: Vielleicht liegt es im Fundbüro
- Preis für OPEC-Rohöl erneut gefallen
- Venezuela kündigt Milliardeninvestition in karibische Raffinerien an
- Gazprom-Tochter rechnet erst 2012 mit erstem Erdgas über die Ostsee
- Yahoo! mit Gewinnrückgang: Druck im Tauziehen mit Microsoft steigt
- Kirchen in Baden-Württemberg steigen in die Gasversorgung ein
- Venezuela und Russland verstärken Zusammenarbeit im Energiesektor
- Zeitung: Deutsche Telekom schließt Kündigungen nicht mehr aus
- Staatsfonds aus Abu Dhabi interessiert an deutschen Energieanbietern

