Wiederinbetriebnahme der AKW Krümmel und Brunsbüttel ungewiss
- Niedersachsens Umweltminister rechnet mit Aus für Krümmel
- Greenpeace stellt für AKW Krümmel Antrag auf Widerruf der Betriebsgenehmigung
- Parlamentarische Sondersitzung wegen Störfall in Atommeiler Krümmel
- Neue Panne im abgeschalteten AKW Brunsbüttel
- Vattenfall will Brunsbüttel und Krümmel 2009 ans Netz nehmen
- Gabriel entscheidet: AKW Brunsbüttel bleibt abgeschaltet
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Hamburg - Für das Wiederanfahren der nach Pannen abgestellten Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein steht noch kein Termin fest. Er werde keinen Zeitpunkt dafür nennen, sagte der Chef des Energiekonzerns Vattenfall, Lars Göran Josefsson, der Zeitung "Welt am Sonntag". Möglicherweise werde es nicht mehr in diesem Jahr sein. "Stand der Dinge ist, dass wir die beiden Anlagen auf höchstmöglichen Sicherheitsstandard bringen und dann wieder anfahren wollen", sagte der Manager.
Am Dienstag hatte der schleswig-holsteinische CDU-Fraktionschef Christian von Boetticher vorgeschlagen, das Atomkraftwerk Krümmel endgültig stillzulegen. Reststrommengen von dem Reaktor bei Geesthacht könnten auf das störungsfreier arbeitende Atomkraftwerk Brokdorf übertragen werden. Der Reaktor ist seit Sommer 2007 fast durchweg abgeschaltet.
Unterdessen forderte der Vorsitzende der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Volker Kauder, seine Partei auf, die Debatte über die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu beenden. Die Kernenergie sei eine Brückenenergie, bekräftigte er im "Hamburger Abendblatt". Wie lange die Brücke sein müsse, werde die Bundesregierung im September in ihrem energiepolitischen Gesamtkonzept festlegen.
Der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) kritisierte, dass es noch kein durchgerechnetes energiepolitisches Konzept gebe. "Man kann nicht gleichzeitig aus der Solarförderung und der Kernkraft aussteigen", sagte er der "Bild am Sonntag".
Der CDU-Umweltpolitiker Andreas Jung sagte im Deutschlandradio Kultur, ein möglichst rascher Ausstieg aus der Kernenergie sei im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP vereinbart. Er unterstützte damit Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegen innerparteiliche Kritiker. Röttgen will Kernkraftwerke zwar länger laufen lassen als vor Jahren von Rot-Grün vereinbart, plädiert aber dennoch für einen baldigen Abschied vom Atomstrom.
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