Widerstand bei SPD und FDP gegen mögliche Gaspreiserhöhungen
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich am Montag gegen eine zu harte Regulierung der Strom- und Gaskonzerne ausgesprochen. Sie sei für mehr Transparenz bei den Versorgern, aber gegen eine Regulierung, die Investoren abstoße und zu Stillstand bei den Investitionen führe.
Brüderle forderte das Ende der traditionellen Trennung von Gas- und Ölpreis. "Es gibt keine Begründung mehr für die Preiskoppelung zweier völlig unterschiedlicher Produkte. Genauso gut könnte man die Müllgebühren an den Goldpreis binden", sagte Brüderle der Zeitung. Die Vereinbarung aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts sollte das Gas attraktiv machen. "Jetzt macht es Gas unnötig teuer."
Nach Ansicht des Energieexperten des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Holger Krawinkel funktioniert der Wettbewerb nicht ausreichend, und die Netzentgelte hätten zum Teil ein zu hohes Niveau. "Hier gibt es in Deutschland Preisunterschiede von bis zu 40 Prozent - das ist nicht gerechtfertigt", sagte er der Zeitung.
Nach Angaben von Verivox planen rund 100 der mehr als 700 deutschen Gasversorger, im Juli die Gaspreise um etwa zehn Prozent zu erhöhen. Eine erste Erhöhungswelle habe es mit einem Anstieg von rund 5,8 Prozent bereits im Januar, eine zweite von rund 6,6 Prozent im März gegeben. Im vergangenen Jahr seien die Gaspreise dagegen aufgrund der sinkenden Ölpreise um rund 3,4 Prozent zurückgegangen.
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