Wettlauf um CO2-Speicherung zwischen USA und Europa?
Berlin - Einen Wettlauf um die beste Technik zur unterirdischen CO2-Speicherung (CCS) erwartet der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber zwischen Europa und den USA. Schellnhuber sagte am Mittwoch in Berlin bei einer Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Energieversorgers Vattenfall, dass man in den USA aggressiv auf CCS setze. Die Frage sei nur, wer die Technologieführerschaft haben werde. Da werde es ganz klar zu einem Wettlauf kommen.
Ein Gesetz zur unterirdischen Speicherung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) nach der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken hatte die Union kürzlich im Bundestag gestoppt. Schellnhuber sagte: "Das Gesetz war mit heißer Nadel gestrickt." Nun gebe es Zeit, den Entwurf nachzubessern. "Kohle mit CCS wird bis 2100 auf jeden Fall einen großen Teil des Energiemixes ausmachen." Die unterirdische Speicherung sei vergleichsweise ungefährlich.
Vattenfall-Chef Lars Josefsson sagte, das Scheitern des Gesetzes bedeute eine Verzögerung für eigene CCS-Vorhaben, hob aber hervor: "Wir legen das Projekt nicht auf Eis." Ohne rechtlichen Rahmen werde es aber keinen Startschuss für Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro in eine Demonstrationsanlage im brandenburgischen Jänschwalde geben, bekräftigte Josefsson.
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