Weltenergierat will Atom-Renaissance in Deutschland
- 1 | Neues Hoch für die Atomkraft in Deutschland gefordert
- 2 | Mehrere europäische Länder bauen neue Reaktoren
- FDP-Politiker fordert Abgabe der Atomindustrie für grüne Energien
- Atomindustrie muss zusätzliche Abgabe zahlen
- Laufzeiten: Atomgegner und Energiekonzerne laufen Sturm
- Viel Wind um Atomstreit auf Merkels Energiereise
- Koalition streitet über Energiepolitik: Wirbel um Atomsteuer
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Berlin - Der Weltenergierat Deutschland - ein Verbund von Energieunternehmen - ruft nach einer Atomkraft-Renaissance. "Alle europäischen Kernenergiestaaten, mit Ausnahme Deutschlands, haben sich für eine faktische Laufzeitverlängerung und für Leistungserhöhungen sowie Nachrüstungen zur weiteren Verbesserung der Sicherheit ihrer Kernkraftwerke entschieden", heißt es im Jahresbericht, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.
Auch Deutschland solle den Weg gehen, damit Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit im Zentrum stünden. Zu dem Verbund zählen auch die vier Betreiber der 17 Atomkraftwerke in Deutschland. Die Bundesregierung will bis Ende September über längere Laufzeiten der Atomkraftwerke und über den künftigen Energiemix entscheiden.
Der Weltenergierat Deutschland dringt zudem auf mehr Bewegung in der Klimapolitik der USA. Mittlerweile sei immer unsicherer, ob US- Präsident Barack Obama seine Klimaschutzziele umsetzen könne. Der Kongress verhandle seit mehreren Monaten über ein Klimagesetz - bis zu den Wahlen Ende des Jahres sei aber nicht mit einem Durchbruch zu rechnen. Dennoch bedeutet das aus Sicht des Gremiums keinen Stillstand: Mehrere US-Bundesstaaten und Kommunen legten eine beachtliche Dynamik in der Klimapolitik an den Tag, und Obama könne die Umweltschutzbehörde EPA für eine Energiewende nutzen.
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