WELT: Tarifstreit bei Energiekonzernen E.ON und RWE eskaliert
Aus den Tarifgesprächen bei RWE sei zu hören, dass das Unternehmen bislang nur eine geringe prozentuale Lohnerhöhung angeboten habe. Darüber hinaus sei lediglich eine Einmalzahlung möglich. Der zurzeit noch geltende RWE-Haustarif betreffe rund 35.000 Mitarbeiter. Er laufe zum 1. Januar aus. Verhandlungsführer Michael Winkler von der IG BCE sagte der WELT: "Wir schließen ein Scheitern der Verhandlungen nicht aus." Eine Einmalzahlung werde "kategorisch" abgelehnt. "Wir verlangen die gerechte Beteiligung der Beschäftigten an den hohen Gewinnen des Unternehmens."
Auch bei E.ON wird der Streit um die Verlängerung der Arbeitszeit dem Bericht zufolge immer härter. Bislang seien die Arbeitnehmer nicht zu Kompromissen bereit. Aus der E.ON-Verhandlungsrunde heiße es: "Wer will sich bei dem politischen Druck, unter dem der Konzern wegen seiner Riesengewinne steht, jetzt auch noch mit der Belegschaft und den Kommunen anlegen?" In den Gewerkschaften werde daher überlegt, die Situation weiter zu nutzen. Ende Februar laufe der hauseigene E.ON-Tarifvertrag aus. Es könnte jetzt ebenfalls eine Lohnerhöhung von acht Prozent wie bei RWE gefordert werden, heiße es.
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