"Welt": E.ON laufen Kosten im Ausland aus dem Ruder

dpa-AFX
Bild: E.ON Firmenzentrale


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Berlin - Dem Energiekonzern E.ON laufen nach einem Pressebericht die Kosten für neu erworbene Anlagen im Ausland aus dem Ruder. Es gebe deshalb Überlegungen, die Investitionen im Inland zu beschneiden, berichtet die "Welt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Quellen in mehreren deutschen Konzernteilen.


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Probleme bereiten demnach Kraftwerke und Netzanschlüsse in Spanien und Russland, die in mangelhaftem Zustand seien und für viel Geld aufgerüstet werden müssten. Die benötigten Summen gingen deutlich über die bislang vorgesehenen Planzahlen hinaus, schreibt die "Welt" und beruft sich dabei auf Kreise aus der deutschen Tochter E.ON Energie. Es bestehe die Sorge, dass in der Folge der Ausbau der Netze oder der Bau neuer Kraftwerke in Deutschland vertagt werde. Dies gelte besonders, da derzeit am Kapitalmarkt Geld nur zu ungünstigen Bedingungen zu haben sei.

Ein Konzernsprecher sagte gegenüber der Zeitung: "Wir sind im Plan. Es werden keine Investitionen abgesagt." Bei einem internen Vergleich habe sich herausgestellt, dass die ausländischen Anlagen in einem guten Zustand seien. Es müsse nicht mehr Geld als geplant in Russland oder Spanien investiert werden. Allerdings gebe es in der weiteren strategischen Planung aufgrund der Situation am Finanzmarkt Überlegungen über die richtigen zeitlichen Abfolgen. Vor zwei Wochen hatte bereits Finanzvorstand Marcus Schenck über mögliche Verschiebungen von Projekten berichtet, sich aber grundsätzlich hinter die Investitionsziele von 63 Milliarden Euro bis 2010 gestellt.

Im vergangenen Jahr hatte sich E.ON für 4,6 Milliarden Euro die Mehrheit am russischen Stromproduzenten OGK-4 gesichert. Das "Handelsblatt" hatte vor einem Monat über eine schleppende Integration des Zukaufs berichtet und darüber, dass die Kritik im Konzern an der Übernahme wachse. Jüngst hatte E.ON dann in Spanien den Versorger Viesgo übernommen.



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