Weiterer Gewinnrückgang für Telecom Italia
Rom - Einem weiteren Gewinnrückgang im neuen Geschäftsjahr musste der italienische Telekomkonzern Telecom Italia ins Auge sehen. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Rom mitteilte, ging der Nettogewinn im ersten Quartal um 4,5 Prozent auf 463 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel um 4,9 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Der Konzern hielt an seinen Zielen für die Jahre 2009 bis 2011 fest, obwohl die Umsätze um 6,7 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro abrutschten.
Auch auf dem hart umkämpften deutschen DSL-Markt haben die Italiener ihre Probleme: Die zum Verkauf stehende deutsche Tochter Hansenet verbuchte einen Umsatzrückgang von 5,7 Prozent auf 286 Millionen Euro. Der operative Gewinn stagnierte bei 59 Millionen Euro. Die Zahl der Breitbandkunden ging im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2 Prozent auf 2,325 Millionen zurück. Darüber hinaus hatte Alice Ende März 628.000 Mobilfunkkunden. Der neue Hansenet-Chef Paolo Ferrari zeigt sich dennoch zufrieden mit der Entwicklung. "Mit den Zahlen haben wir die Bestätigung, dass wir in einem immer schwieriger werdenden Marktumfeld eine stabile Kundenbasis haben", sagte er.
Telecom Italia versucht sich derzeit von der deutschen Tochter zu trennen. Dem Vernehmen nach wurde bereits mindestens ein unverbindliches Angebot abgegeben. Als Interessenten gelten neben Telefonica auch Vodafone und United Internet.
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