Weitere Mega-Deals in Strom- und Gasindustrie erwartet
"Die Fusions- und Übernahmeaktivitäten der Strom- und Gasindustrie haben den außergewöhnlichen Impuls aus dem Vorjahr aufgenommen, die Eigendynamik wird 2006 noch an Tempo gewinnen", erläutert Manfred Wiegand, Partner bei PwC und verantwortlich für den Bereich Global Utilities. "Wir erleben jetzt ein neues Zeitalter von Mega-Deals. Unternehmen konsolidieren sich und weiten ihre regionale Präsenz aus. Ihr Ziel ist es, nicht-organisches Wachstum in einem begrenzten Markt zu erzielen, der von hohen Brennstoffpreisen und Ängsten um die Versorgungssicherheit geprägt ist. Wir erwarten durch das gesteigerte Interesse der Infrastrukturfonds an der Branche auch ein stärkeres Engagement von Finanzinvestoren und damit die Entstehung einer neuen Klasse in deren Anlageportfolio."
Den "Brennstoff" für die starke Zunahme der Gesamtaktivitäten lieferten im Vorjahr die europäischen Versorger. Durch rasche Konsolidierung in der EU wollen sie sich für das Jahr 2007 wappnen, wenn ihre Kunden durch die bevorstehende Liberalisierung der Märkte die freie Wahl unter den Versorgern haben werden. Zwar war der Anstieg der M&A-Aktivitäten in Europa besonders deutlich. Die Gesamtzahl der Fusionen und Übernahmen und ihr Gesamtwert legten aber auch weltweit zu. Dabei ist ein globaler Trend zur Konsolidierung im Heimatmarkt festzustellen - 71 Prozent aller Transaktionen 2005 fallen in diese Kategorie. Aber auch globale grenzüberschreitende Aktivitäten wurden registriert. Hervorzuheben sind die Aktivitäten von insbesondere australischen Infrastrukturfonds, die ihre globalen Portfolios vor allem im Bereich der Netzwerke ausbauen.
"Der Wettlauf im Vorfeld der Öffnung des gesamten Marktes im Jahr 2007 wird der Konsolidierung in Europa einen weiteren Impuls geben", ist Wiegand überzeugt. Begrenztes organisches Wachstum und weltweit zunehmender Wettbewerb zwingen die Unternehmen dazu, ihre horizontalen und vertikalen Wachstumsziele zunehmend durch Übernahmen und Fusionen zu erreichen. Die hohen Großhandelspreise für Strom, Gas und CO2 seien weitere Auslöser für Transaktionen, weil sie den Wert der Anlagen für die Erzeugung nach oben drücken und so die Begründung für hohe Transaktionspreise liefern. "Wir können in Zukunft mit einer stärkeren Integration von Upstream- und Downstream-Aktivitäten und mit weiteren Schachzügen der Mega-Player rechnen", meint Wiegand. "Die Einstellung der Wettbewerbsbehörden wird entscheidend für die Geschwindigkeit der Umsetzung künftiger Transaktionen sein."
Mega-Deals 2005 dienten der Konsolidierung in Kernmärkten
Die Anzahl der Transaktionen ist 2005 um 15 Prozent auf 527 (2004: 459) gestiegen. Der Gesamtwert lag bei 196 Milliarden US-Dollar (2004: 123 Milliarden US-Dollar) und war damit nahezu fünf Mal größer als der Wert von 43 Milliarden US-Dollar im Jahr 2003. Wer in das Spitzenfeld der größten Fünf vorstoßen wollte, musste 2005 mindestens zehn Milliarden US-Dollar in die Hand nehmen. Alle fünf Mega-Deals - zusammen 78 Milliarden US-Dollar schwer - waren Konsolidierungsaktivitäten: Die Unternehmen kauften komplementäre Portfolios in Kernmärkten. 2004 durchbrach nur eine Transaktion die Grenze von zehn Milliarden US-Dollar.
Die gestiegenen Gaspreise führen zu st&aum
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