Weißrussische Regierung will Nutzung des Internets zensieren

AFP | 02.02.2010
Bild: Netzwerkkabel mit drei Schlössern verbunden

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Minsk - Die weißrussische Regierung will die freie Nutzung des Internets stark einschränken. Um "die Sicherheit des Landes und die seiner Bürger zu verbessern", sollen ab dem ersten Juli 2010 die Internet-Anbieter die Computer und Handys der Nutzer erfassen und Informationen über deren Nutzungsverhalten sammeln. Das konnte man einem am Montag vom weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko unterschriebenen Erlass entnehmen.


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Erst kürzlich hatte der Präsident ein "Analysezentrum" eingerichtet, das Domain-Namen in Weißrussland vergibt und vorgibt, welche Informationen im Internet verbreitet werden dürfen. Laut dem neuen Dekret müssen Internet-Provider den Zugang zu einer Website innerhalb von 24 Stunden sperren, wenn sie dazu von dem Analysezentrum eine Anweisung bekommen.

Kritik kam von der Opposition. Natalja Radina, die die Oppositions-Website "charter 97" betreibt, erklärte, das neue Dekret sei "das Seil, um das Internet abzuwürgen". Die Weißrussen leiden bereits jetzt unter starker Zensur: Die meisten unabhängigen Zeitungen wurden dicht gemacht, unabhängige Radio- und Fernsehsender gibt es keine. Das Internet spielt deshalb eine besonders wichtige Rolle für die Verbreitung von Informationen in dem autokratisch regierten Land.



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