Wegen Lohnforderungen kein Strom und Gas in Frankreich
Paris - Proteste der Beschäftigten der französischen Gas- und Stromwerke wegen einer ausbleibenden Lohnerhöhung hatten zur Folge, dass die Energiezufuhr in Frankreich stundenweise eingestellt wurde. Die Zeitung "Le Parisien" berichtete am Samstag, dass ungefähr 78 000 Kunden in den vergangenen Tagen von den Strom- und Gasausfällen betroffen gewesen seien. Auch Krankenhäuser und Einkaufscenter waren in Mitleidenschaft gezogen. Premierminister François Fillon bezeichnete das als "Sabotageakt". Es handle sich um gewaltsame Aktionen, die nichts mit einem sozialen Dialog zu tun hätten, betonte er. Die beiden Gas- und Stromversorger GrDF und ErDF reichten Klage gegen unbekannt ein.
Die Radikalisierung sei eine französische Ausnahme, meinte Sozialexperte Bernard Vivier. "Im Unterschied zu Deutschland wird die Lösung nicht ausgehandelt, sondern hängt vom Kräftemessen ab." In den vergangenen Wochen nahmen von Entlassung bedrohte Mitarbeiter mehrfach Führungskräfte als Geiseln.
Weitere Nachrichten vom 20.04.2009
- IAEA warnt vor Risiken der Kernkraft
- Grundsteinlegung für erstes Hybridkraftwerk in Brandenburg
- Kinder sollen von Handy-Branche besser beschützt werden
- Fußball-WM 2010 zum ersten Mal auf dem Handy
- Neuer Vorstandschef bei Versatel
- Studie: Deutsche halten Stromsparen für sehr wichtig
- DSL-Router können manipuliert werden
- Senkung des Strom- und Gasverbrauchs im ersten Quartal
- Im Kampf gegen zu hohe Energiepreise mehr Wettbewerb gefragt
- Bau des RWE-Kernkraftwerks in Belene steht in Frage
- Anzahl der Kunden bei United Internet höher als erwartet
- E.ON will Anteil an der Ostsee-Pipeline Nord Stream verringern
- Industrie verständigt sich auf einheitlichen Stecker für Elektroautos
- Der US-Ölpreis ist weiter gefallen

