Wegen Lohnforderungen kein Strom und Gas in Frankreich

dpa | 20.04.2009
Bild: Kaminofen

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Paris - Proteste der Beschäftigten der französischen Gas- und Stromwerke wegen einer ausbleibenden Lohnerhöhung hatten zur Folge, dass die Energiezufuhr in Frankreich stundenweise eingestellt wurde. Die Zeitung "Le Parisien" berichtete am Samstag, dass ungefähr 78 000 Kunden in den vergangenen Tagen von den Strom- und Gasausfällen betroffen gewesen seien. Auch Krankenhäuser und Einkaufscenter waren in Mitleidenschaft gezogen. Premierminister François Fillon bezeichnete das als "Sabotageakt". Es handle sich um gewaltsame Aktionen, die nichts mit einem sozialen Dialog zu tun hätten, betonte er. Die beiden Gas- und Stromversorger GrDF und ErDF reichten Klage gegen unbekannt ein.


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Die Radikalisierung sei eine französische Ausnahme, meinte Sozialexperte Bernard Vivier. "Im Unterschied zu Deutschland wird die Lösung nicht ausgehandelt, sondern hängt vom Kräftemessen ab." In den vergangenen Wochen nahmen von Entlassung bedrohte Mitarbeiter mehrfach Führungskräfte als Geiseln.



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