Wegen Bombendrohung wurde französisches Kraftwerk evakuiert
Chinon - Wegen einer Bombendrohung musste in Frankreich ein Atomkraftwerk evakuiert werden. Die Behörden teilten mit, dass am frühen Donnerstagmorgen in dem Kraftwerk in Chinon (Westfrankreich) ein anonymer Anruf eingegangen sei, dass auf dem Gelände ein Sprengsatz versteckt sei. Die Polizei konnte nach stundenlanger Suche jedoch keine Bombe in den Kraftwerksanlagen entdecken.
Wegen der Bombendrohung war das zum Betrieb der Reaktoren nicht notwendige Personal in Sicherheit gebracht worden, insgesamt fast 200 Menschen. "Die Untersuchungen der Kraftwerksanlagen sind abgeschlossen", sagte ein Behördensprecher am Nachmittag. "Es gibt kein verdächtiges Paket." Nun werde noch der Rest des weitläufigen Geländes abgesucht. "Eine Hundestaffel und Bombenentschärfer sind vor Ort." Laut dem Behördensprecher handelt es sich um einen äußerst seltenen Vorfall in Frankreich.
In Chinon war 1963 das erste französische Atomkraftwerk in Betrieb genommen worden. Die kugelförmige Anlage ist heute ein Museum. Auf dem Gelände produzieren derzeit vier Druckwasserreaktoren mit einer Leistung von jeweils 900 Megawatt Energie.
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