Weg für schnelles Internet auf dem Land endgültig frei
Berlin - Dem schnellen Internet-Ausbau auf dem Land steht endgültig nichts mehr im Weg. Einer entsprechenden Verordnung hat der Bundesrat am Freitag zugestimmt, nachdem sich zuvor Bund und Länder sich über die Kostenübernahme geeinigt hatten. Damit ist die Basis für die flächendeckende Versorgung mit Breitband-Verbindungen auch in ländlichen Regionen geschaffen. Bis Ende 2010 will die Bundesregierung schnelles Surfen im Internet in ganz Deutschland möglich machen. Ziel ist, dass bis 2014 drei Viertel der Bundesbürger über besonders leistungsfähige Verbindungen von mindestens fünf Megabit pro Sekunde ins Internet gehen können.
Dabei sollen freigewordene Rundfunkfrequenzen für Breitband- Internetverbindungen genutzt werden. Der zügige Ausbau stand zuvor auf der Kippe, weil die Länder ihre Entscheidungen wegen der ungelösten Kostenfrage vertagt hatten. Anfang Juni gab es dann die Einigung - danach übernimmt der Bund im Wesentlichen die Kosten bei der Umstellung von Frequenzen, wenn es zu Schäden kommt.
Nach Schätzungen sind zurzeit noch rund fünf Millionen Bundesbürger vom schnellen Internet abgeschnitten, vor allem auf dem Land. Um die Bewohner ländlicher Regionen mit schnellen und preiswerten Internetverbindungen zu versorgen, sind zusätzliche Funkfrequenzen notwendig. Die Telekommunikationsbranche erwartet von dem weiteren Ausbau zusätzliche Arbeitsplätze.
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