Vorsorge für Atomunfall: Jodtabletten werden ausgetauscht
dpa
Berlin (dpa) - Die Bundesländer tauschen derzeit ihren Bestand an Jodtabletten für den Fall eines Atomunfalls aus. Das teilte das Bundesumweltministerium am Mittwoch in Berlin mit. Die Tabletten, die bis Ende September an die Länder sowie sieben neu eingerichtete Zentrallager im Bundesgebiet ausgeliefert sein sollen, dienen dem vorsorglichen Schutz der Bevölkerung. Durch die Einnahme der Tabletten soll bei einem Atomunfall verhindert werden, dass radioaktives Jod von der Schilddrüse aufgenommen wird.
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Grundlage für die Ersatzbeschaffung der Jodtabletten bilden neue Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Strahlenschutzkommission (SSK). Darin wird eine höhere Dosierung empfohlen. Zudem sollen die Tabletten jetzt in einem Umkreis von 100 Kilometern um Atomkraftwerke vorgehalten werden. Bisher betrug dieser Radius 25 Kilometer. Die Beschaffung der insgesamt 137 Millionen Tabletten wird von den Atomkraftwerksbetreibern finanziert.
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