Vodafone: Verkaufsstopp von Google-Handy Nexus One
Düsseldorf/Berlin - Das Smartphone Nexus One von Google steht auch in Deutschland vor dem Aus: Der Netzbetreiber Vodafone, der das Gerät als einziger Anbieter im Programm führt, stellt den Vertrieb wegen Lieferengpässen sofort ein. Nach schwachen Verkaufszahlen schloss Google bereits den eigens für das Android-Handy eingerichteten Online-Laden in den USA. Bei der Präsentation im Januar dieses Jahres hatte der Internetanbieter das Gerät noch als "Superphone" angepriesen.
"Zuletzt wurde die Ware teils nur mit einigen Wochen Wartezeit geliefert", begründete Vodafone-Sprecher Thomas Hoepken am Donnerstag den Verkaufsstopp in Deutschland. Voraussichtlich werde das Gerät auch nicht wieder ins Angebot aufgenommen.
Das Nexus One ist Googles erstes eigenes Handy, das allerdings der taiwanesische Hersteller HTC im Auftrag des Internet-Unternehmens fertigt. Das Unternehmen begründete den Verzug mit Engpässen bei der Lieferung von Displays mit Amoled-Technologie. Künftig setze HTC auf die Super-LCD-Technik, teilte ein Sprecher mit. Das Nexus One und auch das Modell HTC Desire seien in den nächsten zwei Wochen wieder verfügbar.
Der Suchmaschinen-Riese hatte es als Konkurrenten zu Apples iPhone positionieren wollen. Auch ohne eigenes Gerät ist Google aber im Mobilfunkmarkt erfolgreich: Das Unternehmen hat das Betriebssystem Android auf den Weg gebracht, das auf immer mehr Geräten läuft und laut einer Prognose der Marktforscher von Gartner bis 2012 seinen Marktanteil auf 14,5 Prozent steigern wird.
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