Viele Kunden sollen höhere Abschläge für Gas zahlen
Berlin - Trotz einer beispiellosen Welle von Preissenkungen durch rund 500 Gasversorger sollen viele Verbraucher ab sofort höhere Abschlagszahlungen leisten. Das meldet die "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Angaben von Verbraucherschützern. Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher sagte dem Blatt: "Die Abschlagsforderungen der Versorger sind im Regelfall deutlich zu hoch - eine systematische Mega-Abzocke."
Der Chef der Verbraucherzentrale Hamburg, Günter Hörmann, sagte "Bild.de": "Das ist ein kostenloser Kredit zu Lasten der Kunden. Frei nach dem Motto: Was man hat, das hat man - erst mal die Taschen voll machen und schauen, ob die Kunden drauf rein fallen."
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) warnte die Konzerne derweil: "Die Abschlagszahlungen dürfen nicht dazu genutzt werden, ungerechtfertigte Zinsgewinne zu erwirtschaften."
Die Energieindustrie ermunterte die Kunden zum Dialog mit ihren Lieferanten. Branchenchefin Hildegard Müller vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sagte BILD: "Bei den Abschlagszahlungen muss auch berücksichtigt werden, dass aufgrund der relativ niedrigen Temperaturen in diesem Winter der Gasverbrauch insgesamt gestiegen ist. Viele Gasversorger bieten zu den aktuellen Preisentwicklungen Beratungsmöglichkeiten."
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