Verzögerungen für Telekom-Kunden wegen Systemumstellung
Telekom-Sprecher Domagala betonte, der Konzern habe bereits im Januar darauf hingewiesen, dass es wegen der Umstellung zu Verzögerungen kommen könne. Vor und während der Umstellungsphase sei aber "zu jedem Zeitpunkt sichergestellt", dass Kunden Aufträge erteilen sowie Anfragen oder Beschwerden an die Telekom richten konnten. Alle 30.000 im Kundenservice Beschäftigten seien bereits geschult worden. Das System laufe "unter Volllast". Jetzt könnten die Mitarbeiter und die Firma erkennen, wo es Verbesserungsbedarf gebe. Er bestätigte, dass es diesbezüglich rund 600 Systemhinweise auf notwendige Korrekturen gegeben habe. Dies sei bei einer so umfassenden Umstellung aber nicht ungewöhnlich. Es handle sich um "eine der größten IT-Umstellungen im laufenden Betrieb weltweit".
Eine Umstellung des Auftrags- und Beschwerdesystems bei der Telekom ist dringend nötig. Bislang gab es etwa bei der Festnetzsparte T-Home eine Vielzahl von parallel zu bedienenden Systemen, wie Sprecher Domagala erläuterte. Die einfache Änderung einer Adresse musste demnach in sechs verschiedenen Systemen eingegeben werden. Das konnte mehrere Minuten dauern. Mit dem neuen System ist ein Telekom-Mitarbeiter zudem sofort über die Lage des jeweiligen Kunden im Bilde.
Der "Stern" hatte erst Anfang Februar berichtet, dass tausende Beschwerden bei der Telekom wegen Überlastung unbearbeitet abgelegt wurden. Die Gewerkschaft Verdi hatte bestätigte, dass sich eine Reihe Telekom-Mitarbeiter über ein solches Vorgehen von Vorgesetzten beschwert hätten. Grund für die Überlastung waren demnach der Streik gegen die Ausgliederung der Servicesparte im vergangenen Jahr sowie die wiederholte Umstrukturierung des Konzerns.
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