Versatel will schnelles VDSL-Netz bauen - Neue Konkurrenz für Telekom
dpa | 23.11.2007
Düsseldorf (dpa) - Der Telefonanbieter Versatel will ein Netz für schnelle Datendienste bauen und sich damit für künftiges Wachstum rüsten. "In Regionen, wo wir einen hohen Marktanteil haben, werden wir ein eigenes Glasfasernetz bauen", sagte Vorstandschef Peer Knauer am Freitag in Düsseldorf der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Das rechne sich alleine schon, da die Entgelte an die Telekom für die Nutzung der Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) entfielen. "In anderen Gebieten wollen wir das Netz der Telekom nutzen - vorbehaltlich einer Einigung mit dem Unternehmen."
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Mit Versatel kündigt nun nach Arcor ein weiterer Konkurrent der Deutschen Telekom den Aufbau eines schnellen VDSL-Netzes an. Die Unternehmen verhandeln derzeit mit der Telekom über den Zugang zu den grauen Kästen am Straßenrand, den sogenannten Kabelverzweigern. Dieser ist Voraussetzung für den Bau der neuen Netze, da sonst die Investitionen deutlich höher ausfallen würden. Mit den Ausgaben in die schnellen Netze wollen die Unternehmen die Grundlage für Bündelprodukte aus Telefon, Internet und Medieninhalten schaffen. "Ich bin überzeugt davon, dass das Thema Bandbreite eine Kerndifferenzierung wird", sagte Knauer. Als einen Treiber sieht er das hochauflösende Fernsehen HD-TV an, das über das Internet übertragen werden soll.
Knauer erwartet, dass die Nachfrage nach schnellen Netzen ab 2009 steigen wird. "Derzeit gibt es aber keine Notwendigkeit für Eile, da es noch keine Anwendungen gibt." Versatel deckt mit seinem Telefonnetz rund ein Viertel der Bevölkerung ab und verfügt in einigen Großstädten wie Berlin über eine starke Marktposition.
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