Versatel mit höherem Verlust im Auftaktquartal erwartet

dpa | 07.05.2008
Bild: Telefon mit Wahltasten



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Düsseldorf (dpa-AFX) - Der Telekomanbieter Versatel ist nach Einschätzung von Experten mit einem hohen Verlust in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die von dpa-AFX befragten Analysten rechnen im Durchschnitt für das erste Quartal mit einem Fehlbetrag von 12,9 Millionen Euro nach minus 7,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Neben dem harten Wettbewerb um Breitbandkunden hinterließen den Experten zufolge Aufwendungen für das Sparprogramm ihre Spuren in der Bilanz. Das im TecDAX notierte Unternehmen will am kommenden Dienstag (13. Mai) seine Bilanz für die ersten drei Monate vorlegen.

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Der Umsatz kletterte der Umfrage zufolge von 174,3 Millionen auf 184,1 Millionen Euro, während der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 54,1 Millionen auf 50,4 Millionen Euro sank. Der Rückgang beim operativen Gewinn würde sich damit fortsetzen. Hintergrund sind höhere Marketing- und Vertriebausgaben, um im Wettbewerb um DSL-Kunden nicht den Abschluss zu verlieren.

Versatel hatte allerdings zuletzt betont, den Fokus künftig stärker auf Rentabilität zu legen. Bei den DSL-Kunden rechnen die Analysten im Schnitt mit einem Zuwachs von 29.000. Gegenüber dem Konkurrenten United Internet, der an Versatel beteiligt ist, würden die Düsseldorfer damit weiter an Boden verlieren. Für das Gesamtjahr hatte Vorstandschef Peer Knauer zuletzt ein Plus von 100.000 bis 120.000 Kunden in Aussicht gestellt.

Eine Änderung der Prognose für 2008 erwarten die meisten Analysten nicht. Für das laufende Geschäftsjahr hatte Knauer ein EBITDA von mindestens 200 Millionen Euro und einen Umsatz zwischen 730 und 740 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Im kommenden Jahr will die Gesellschaft erstmals einen Überschuss ausweisen.

Versatel ist durch den Zusammenschluss mehrerer Stadtnetzbetreiber entstanden und wird durch den Finanzinvestor Apax kontrolliert. Knauer bemüht sich derzeit darum, das Unternehmen durch Akquisitionen zu stärken. Als ein mögliches Übernahmeziel hatte er das DSL-Geschäft von freenet bezeichnet.

Um die Rentabilität zu verbessern, hatte Versatel im Januar ein Sparprogramm aufgelegt, das den Abbau von bundesweit 200 Stellen vorsieht. Die Kosten sollen bis zum kommenden Jahr um mindestens 30 Millionen Euro gesenkt werden.



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