ver.di und Telekom nehmen Verhandlungen über Konzernumbau wieder auf
Konzernchef René Obermann will an den geplanten Einsparungen festhalten. Diese seien unvermeidlich, um den Konzern wettbewerbsfähig zu machen. Bis zum Ende der Dekade sollten 4,2 Milliarden bis 4,7 Milliarden Euro eingespart werden, bekräftigte Obermann am Dienstag in Düsseldorf. Durch den Stellenumbau will die Telekom die Kosten um bis zu 900 Millionen Euro senken.
ver.di-Bundesvorstand Schröder betonte vor den erneuten Verhandlungen, es sei das Ziel der Gewerkschaft, für die Beschäftigen einen Schutz vor den Folgen der Auslagerung zu erreichen. ver.di will nach seinen Worten erreichen, dass die Einkommen gegebenenfalls unter Berücksichtigung künftiger Tarifrunden gesichert und negative Wirkungen beim Betriebsübergang minimiert werden. Die Telekom hatte zuletzt angeboten, die Grundgehälter in mehreren Stufen um 9 Prozent abzusenken und die Wochenarbeitszeit von 34 auf 38 Stunden zu erhöhen. Im Gegenzug sollten neue Stellen geschaffen werden und ein Kündigungsschutz bis 2012 vereinbart werden.
Für die Dauer der Verhandlungen will ver.di die Arbeitskampfmaßnahmen deutlich reduzieren. Die Telekom müsste aber bereit sein, das angekündigte Informationsschreiben zum Betriebsübergang zurückzustellen. An diesem Mittwoch plant ver.di unverändert als Protestaktion eine Menschenkette über die Rheinbrücke zwischen Mainz und Wiesbaden. Zu dieser Großdemonstration, die über die Theodor-Heuss-Brücke führen und vor dem Mainzer Rathaus enden soll, werden rund 3500 Telekom-Beschäftigte erwartet.
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