Verbraucherzentralen fordern einheitliches Ökostrom-Label
Berlin - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert ein einheitliches und anspruchsvolles Label für Ökostrom, ähnlich wie bei Biolebensmitteln. Hintergrund ist eine vom vzbv in Auftrag gegebene forsa-Umfrage, die zeigt, dass die Verbraucher in der Label-Flut des Ökostrommarktes mit unterschiedlichen und intransparenten Kriterien den Durchblick verlieren.
„Soll Ökostrom weiterhin eine Erfolgsstory bleiben und eine tragende Säule der Energiewende werden, ist es höchste Eisenbahn für ein verlässliches Ökostromlabel“, sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen. Obwohl der Begriff „Ökostrom“ weder gesetzlich definiert noch rechtlich geschützt ist, gehen laut der Umfrage 40 Prozent der Befragten davon aus, dass klare gesetzliche Regelungen bestehen – ein Irrtum. Etwa jeder vierte Verbraucher hat schon einmal von einem Ökostromlabel gehört, doch viele denken, zwischen den Labels gebe es keine Unterschiede.
„Die Verbraucher finden das Thema Ökostrom wichtig, wissen aber nicht, was es ist“, bilanziert Billen. Wichtige Kriterien, wie die Herkunft des Ökostroms sowie ein nachhaltiges Engagement der Anbieter in den Bau neuer Anlagen, müssen für den Verbraucher nachvollziehbar sein.
Verivox sieht ebenfalls seitens Politik und Wirtschaft erheblichen Nachbesserungsbedarf und unterstützt die Forderungen der Verbraucherzentralen. „Die Bundesregierung muss mit einem anspruchsvollen Standard und einem Label für Ökostrom rasch Klarheit in diesem wichtigen Stromsegment schaffen“, fordern die Verbraucherschützer.
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