Verbraucherzentrale berät Hausbesitzer zur Solarförderung
Mainz - Aufgrund der Kürzung der Fördermittel fragen sich viele Hausbesitzer, ob sich eine Solarstromanlage für sie noch lohnt. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet eine entsprechende Beratung an: Eine Checkliste diene als Entscheidungshilfe, auch werde eine kostenlose computergestützte Berechnung mit Stromertragssimulation angeboten. Dies teilte die Verbraucherzentrale am Mittwoch in Mainz mit. Dabei erhielten rheinland-pfälzer Hausbesitzer Informationen darüber, wie groß eine mögliche Solaranlage auf dem eigenen Dach sein sollte, welchen Stromertrag sie erwarten können und wie wirtschaftlich das Vorhaben sei.
Die Berechnungen der Verbraucherzentrale könnten zwar nicht die Anlagenplanung durch einen Installateur ersetzen, seien aber hilfreich dabei, einzuschätzen, "ob die Angaben der Anbieter realistisch sind", sagte der Energiereferent der Verbraucherzentrale, Hans Weinreuter. Nach der Erfahrung der Verbraucherschützer gingen viele Verkaufsangebote von einer zu optimistischen Erwartung beim Ertrag aus.
Ob sich eine Solaranlage auf dem eigenen Dach finanziell rechnet, hängt laut Weinreuter weiterhin vor allem von der Ausrichtung des Daches, der Sonneneinstrahlung sowie der Größe, dem Wirkungsgrad und dem Preis der Anlage ab. Das gelte auch nach der nun erfolgten Kürzung der Einspeisevergütung. "Bei gut ausgerichteten Kleinanlagen ändert sich derzeit nicht viel an der Wirtschaftlichkeit, da die Preise für Fotovoltaik-Module in den letzten Monaten gesunken sind", sagte der Energiereferent.
Rückwirkend zum 1. Juli waren die Fördersätze für die Einspeisung von Solarstrom von Dachanlagen ins Stromnetz um 13 Prozent gesenkt worden. Zum 1. Oktober sollen sie um weitere drei Prozent sinken.
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