Verbraucherverband protokolliert unzulässige Versorgungssperren
Verivox | 27.08.2008
Unkel - Um Fälle unzulässiger Versorgungssperren für Strom und Gas bundesweit zu dokumentieren und auszuwerten, schafft der Bund der Energieverbraucher e.V. im September 2008 eine eigene Zentralstelle in Düsseldorf. Alle Einzelfälle, in denen Strom- und Gasanbieter ungerechtfertigt Versorgungssperren verhängen oder ankündigen, sollen dort dokumentiert und im Internet veröffentlicht werden.
- Anzeige -
Bei dem bundesweit bisher einmaligen Projekt handelt es sich nach Worten von Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher, um "ein höchst wirkungsvolles Instrument, um über den Einzelfall hinaus auch strukturiertes Vorgehen und ungesetzliche Praktiken diverser Energieanbieter aufzuzeigen".
Die Zentralstelle „Energieunrecht“ holt zu jedem Einzelfall eine Stellungnahme des Versorgers ein und bewertet unter juristischer Fach-Anleitung, ob es sich um eine ungesetzliche Sperre handelt. Rechtsverstöße der Anbieter werden im Internet dokumentiert sowie an die zuständigen Aufsichtsbehörden weitergeleitet. Eine darüber hinausgehende konkrete Hilfe für die Betroffenen entspricht nicht der Zielsetzung des Dokumentationsbüros „Energieunrecht“, die vollständig vom Bund der Energieverbraucher e.V. getragen wird.
Alle Verbraucher, die von einer zu Unrecht verhängten Versorgungssperre betroffen sind, können sich an die Zentralstelle wenden.
Weitere Nachrichten vom 27.08.2008
- Russland deckt mehr als ein Drittel des deutschen Gasbedarfs
- Einhundertmillionste Solarzelle in Freiberg produziert
- E.ON Energie nennt Details zu Umbau der Regionalversorger
- Falsche Gratis-Angebote im Internet nicht bezahlen
- 2007 Höchststand bei Verstößen gegen den Jugendschutz im Internet
- Umfrage: Viele lassen ihr Handy auch im Kino oder Konzert klingeln
- Bericht: Mitsubishi Electric will Solar-Produktion verdreifachen
- Biokraftstoffverband: Zwei Drittel der Mitglieder von Pleite bedroht
- Zeitung: BT prüft Verkauf von indischer Beteiligung
- Merkel will baltischen Staaten bei Energieversorgung helfen
- Telecom Italia senkt Schuldenstand
- Facebook meldet 100 Millionen Nutzer
- Medien: E.ON streicht bundesweit 1800 Stellen
- Ölpreise steigen leicht
- Einfuhrpreise steigen so stark wie seit Ende 2000 nicht mehr
- Russland baut Atomkraftwerk in Ostsee-Exklave Kaliningrad

