Verbraucherschützer: Abhängigkeit von russischen Gas verringern
dpa
Frankfurt/Main (dpa) - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Zweifel an der Zuverlässigkeit der russischen Erdgaslieferungen. Zwar gebe es kurzfristig keinen Grund zur Beunruhigung, betonte vzbv-Energieexperte Holger Krawinkel mit Blick auf den Gasstreit zwischen Weißrussland und dem russischen Monopolisten Gazprom. Viele Experten bezweifelten aber, ob Russland die weiter zunehmenden Exportverpflichtungen einlösen könne.
"Werden neue Erdgasquellen wie das Bovanko-Feld nicht rechtzeitig erschlossen, droht schon in wenigen Jahren eine ernsthafte Versorgungslücke, die zu explosionsartigen Preissteigerungen führen kann", schrieb Krawinkel in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Rundschau" (Samstag). Der Energieexperte verwies auf die hohe Abhängigkeit von russischen Gas, die mit dem Bau der Ostseepipeline noch untermauert werde. Knapp 40 Prozent der deutschen Erdgasimporte kämen aus Russland. "Auf der Angebotsseite müssen daher dringend weitere Lieferländer einbezogen werden." Beispielsweise könnte aus Afrika verflüssigtes Erdgas bezogen werden.
Noch wichtiger sei es jedoch, den Verbrauch zu drosseln. Es sei "physikalischer Unfug", mehr als 60 Prozent des importierten Erdgases zur Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser in Haushalten, Gewerbe und Industrie einzusetzen. Deutschland müsse schleunigst in Kraftwärmekopplung und eine umfassende Sanierung der Gebäude investieren. "Mit strengen Standards für Neu- und Altbauten sowie einer Konzentration der finanziellen Unterstützung auf Sanierungen, die den Anforderungen von Passivhäusern entsprechen, könnte der Energiebedarf der Gebäude innerhalb von etwa 25 Jahren um bis zu 75 Prozent reduziert werden", betonte Krawinkel.
Weitere Nachrichten vom 02.01.2007
- Suez fordert von Pinault nach Übernahmegerüchten Klarheit
- Erstes Bio-Erdgas fließt in Nordrhein-Westfalen durchs Netz
- Städtische Werke Magdeburg erhöhen Gaspreise um zwölf Prozent
- Herrmann fordert raschen Ausbau der erneuerbaren Energien in Bayern
- Bescheid aus Bonn: EVO muss Nutzungsentgelte kürzen
- Durchschnittserlös für Strom ist in fünf Jahren um ein Drittel gestiegen
- E.ON Energie hat Netzgeschäft vollständig ausgegliedert
- Nach Sturmböen Tausende ohne Strom in Südwestpfalz
- BenQ-Produktion offiziell stillgelegt
- Stromriese EnBW kauft von der Thüga Anteile an drei Unternehmen
- Entega erhöht Strompreis
- Jedem sein eigenes Programm: Podcasts erobern das Netz
- Tiefensee: Energiesparprogramm für Wohngebäude sehr erfolgreich
- 19 000 Stunden im Einsatz: Energiesparlampen sparen Strom und Geld
- Enorme Nachfrage nach Holz
- BenQ Mobile muss Betrieb vorerst einstellen
- US-Regulierungsbehörde stimmt Fusion von AT&T und BellSouth zu
- Russland und Weißrussland einigen sich im Gasstreit
- Glos pocht weiter auf Stärkung des Wettbewerbs im Energiebereich
- Gaspreise zwölf Prozent über Vorjahrespreis
Geprüft und ausgezeichnet!
Unabhängige Vergleiche, zertifizierter Kundenservice, beliebteste Vergleichsseite – das ist Verivox. Wiederholt wurde unsere Arbeit in den vergangenen Jahren geprüft und ausgezeichnet. Das ist Sicherheit, auf die Sie sich verlassen können.
Wechseln über Verivox
Die Nummer 1 im Energiebereich stellt sich vor: Verivox ist das größte unabhängige Vergleichsportal für Energie in Deutschland. Daneben bietet Verivox

Tarifvergleiche für Telekommunikation, Versicherungen und Finanzen an.
Mehr erfahren
