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Verbraucher stöhnen über Teuro und überhöhte Telefonrechnungen

dpa | 15.07.2003
Bild: Telefon mit Wahltasten


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Mainz (dpa/lrs) - Die Verbraucher in Rheinland-Pfalz stöhnen vor allem über Preisanstiege nach der Euro-Bargeldeinführung, überhöhte Telefonrechnungen mit 0190-Nummern und unseriöse Geschäftspraktiken. Das berichtete am Dienstag die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz. Sie beriet im vergangenen Jahr insgesamt 125 000 Menschen telefonisch, persönlich oder schriftlich - etwa acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Hinzu kamen noch rund 80 000 Internetnutzer. Das grösste Verbraucherberatungsinteresse gab es in Mainz und Trier.

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"Die Verbraucherberatung wird immer anspruchsvoller und umfangreicher", sagte Geschäftsführerin Karin Stock. Auch Themen wie private Altersvorsorge, die für junge Menschen immer wichtiger werde, sowie Ernährungs- und Bauberatung gewännen zunehmend an Bedeutung. Neben Mainz und Trier hat die Verbraucherberatung ihre Büros in Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen und Pirmasens.

Bei Beschwerden über unseriöse Machenschaften von Telefondiensten berichteten 700 Telefonkunden über eine "Abzocke" zwischen 25 und fast 5000 Euro für einzelne Gespräche mit Sonder-Vorwahlnummern. In vielen Fällen konnte die Verbraucherzentrale helfen, berichtete die zuständige Referentin Barbara Steinhöfel. Nach ihren Angaben bieten neuerdings unseriöse Firmen auch zunächst kostenfreie telefonische R- Gespräche an - für die der Rückrufer, wenn er das Gespräch annimmt, dann aber 1,9 Cent pro Sekunde zahlen muss. So könnten in einer Stunde mehr als 68 Euro pro Gespräch zu Stande kommen.

Viele Verbraucherbeschwerden betrafen auch angebliche Reisegewinne und Kaffeefahrten, die letztlich durch zu bezahlende Nebenkosten teurer werden als eine normale Urlaubsreise. Geklagt wird auch über unseriöse Telefonwerbungen von privaten Lottogesellschaften und angebliche Gratis-Zigaretten per Internet, für die von Interessenten per Schneeballsystem neue Kunden gefunden werden müssten.

Der Gesamtetat der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz von 2 Millionen Euro wurde 2002 mit 1,25 Millionen vom Land bezuschusst. Rund 13 Prozent der Ausgaben musste die Verbraucherzentrale laut Stock über Eigeneinnahmen abdecken. Dazu greife die Verbraucherzentrale auch selbst in einigen Fällen auf 0190-Nummern bei ihren Beratungsdiensten zurück, doch werde hier niemand über Gebühr strapaziert, sagte Stock.



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