Verbraucher stöhnen über Teuro und überhöhte Telefonrechnungen
Bei Beschwerden über unseriöse Machenschaften von Telefondiensten berichteten 700 Telefonkunden über eine "Abzocke" zwischen 25 und fast 5000 Euro für einzelne Gespräche mit Sonder-Vorwahlnummern. In vielen Fällen konnte die Verbraucherzentrale helfen, berichtete die zuständige Referentin Barbara Steinhöfel. Nach ihren Angaben bieten neuerdings unseriöse Firmen auch zunächst kostenfreie telefonische R- Gespräche an - für die der Rückrufer, wenn er das Gespräch annimmt, dann aber 1,9 Cent pro Sekunde zahlen muss. So könnten in einer Stunde mehr als 68 Euro pro Gespräch zu Stande kommen.
Viele Verbraucherbeschwerden betrafen auch angebliche Reisegewinne und Kaffeefahrten, die letztlich durch zu bezahlende Nebenkosten teurer werden als eine normale Urlaubsreise. Geklagt wird auch über unseriöse Telefonwerbungen von privaten Lottogesellschaften und angebliche Gratis-Zigaretten per Internet, für die von Interessenten per Schneeballsystem neue Kunden gefunden werden müssten.
Der Gesamtetat der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz von 2 Millionen Euro wurde 2002 mit 1,25 Millionen vom Land bezuschusst. Rund 13 Prozent der Ausgaben musste die Verbraucherzentrale laut Stock über Eigeneinnahmen abdecken. Dazu greife die Verbraucherzentrale auch selbst in einigen Fällen auf 0190-Nummern bei ihren Beratungsdiensten zurück, doch werde hier niemand über Gebühr strapaziert, sagte Stock.
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