Verbraucher durch zu hohe EEG-Umlage stark belastet

Heidelberg - Verivox hat ermittelt, dass der falsch prognostizierte Anstieg der EEG-Umlage für die privaten Haushalte in Deutschland eine Mehrbelastung von über 880 Millionen Euro darstellt.

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Bild: Geld mit Stromstecker Bild: ©Pixelot/fotolia.com / Text: Verivox

Am 15. Oktober 2010 haben die vier Übertragungsnetzbetreiber die EEG-Umlage, mit welcher der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert wird, für das Jahr 2011 bekannt gegeben. Sie ist netto von 2,05 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde gestiegen, was einer Strompreiserhöhung von 7,5 Prozent entspricht. Die Stromversorger haben diese erhöhte Abgabe an die Verbraucher weitergegeben. Seit dem Jahreswechsel haben 750 Grundversorger die Preise um durchschnittlich 7 Prozent erhöht und dabei meistens auf die gestiegene EEG-Umlage verwiesen.

Die Höhe der EEG-Umlage ergibt sich aus den Prognosen über die Kosten für den Ausbau regenerativer Erzeugungsanlagen jeweils für das Folgejahr. Nun hat sich herausgestellt, dass die EEG-Umlage 2011 zu hoch angesetzt wurde. Der Grund dafür ist, dass im Jahr 2010 weitaus weniger Solaranlagen neu installiert wurden als angenommen.

Daraus ergibt sich eine Prognose von 2,7 Cent je Kilowattstunde (kWh) für die EEG-Umlage in 2011, also deutlich weniger als die angesetzten 3,53 Cent. Allerdings haben die Verbraucher wegen abweichender Prognosen im Jahr 2010 umgekehrt 0,3 ct/kWh weniger EEG-Umlage gezahlt, als sie hätten zahlen müssen. 2010 haben sozusagen die Energieversorger den Verbrauchern Geld vorgestreckt. Die Abweichungen zwischen den Prognosen und den tatsächlichen Werten werden jeweils im Folgejahr ausgeglichen.

Unter Berücksichtigung dieser Nachzahlung aus 2010 lässt sich für 2011 ein Wert von 3 Cent für die EEG Umlage in 2011 prognostizieren.

„Ob es sich bei der Fehlprognose um Absicht oder einen Rechenfehler handelt, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. In beiden Fällen ist das Resultat eine unnötige Belastung privater Haushalte“, so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.

Das zuviel gezahlte Geld soll zwischen Übertragungsnetzbetreibern und Energieversorgern mit der EEG-Umlage des Jahres 2012 verrechnet werden. Doch was kommt davon bei den Verbrauchern an?

Rechenfehler führt zu Millionenbelastung für Haushalte

Laut einer Information des Bundesumweltministeriums zur EEG-Vergütung hätte die EEG-Umlage nur auf 3 Cent pro Kilowattstunde ansteigen dürfen.

Geht man von 40 Millionen Haushaltskunden mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 kWh aus, summieren sich die unnötig gezahlten 22 Euro auf mehr als 880 Millionen Euro.

 

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