Verband: Windenergie-Branche verdoppelt Arbeitsplätze bis 2010
dpa | 08.11.2004
Simonsberg (dpa/lno) - Die Windenergie-Branche wird nach Prognosen ihres Verbandes in Schleswig-Holstein im Jahr 2010 doppelt so vielen Menschen wie heute einen Job bieten. Die Zahl der Arbeitsplätze bei Herstellern, Zulieferern und im planerischen Umfeld werde von 4.500 auf rund 10.000 steigen, sagte der Landesvorsitzende des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers, aus Simonsberg (Kreis Nordfriesland) der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Die Bundeswehr geht, die Windenergie kommt."
- Anzeige -
Auch bundesweit werde sich die Branche in ähnlicher Grössenordnung als Jobmotor erweisen: Auf der Basis von Umfragen und "Instituts- gestützten Zahlen" erwartet der BWE im Berichtszeitraum einen Anstieg von heute 45.000 Arbeitsplätzen auf dann 100.000.
Mehr noch als die Windenergie werden nach Albers Einschätzung die anderen regenerativen Energien dem Arbeitsmarkt Impulse geben: "Den Hauptschub bringen zur Zeit Biomasse und Solarenergie", sagte er. Für Deutschland erwartet der BWE-Landeschef mehr als eine Verdreifachung dieser Beschäftigtenzahlen, von heute 140.000 auf eine halbe Million.
Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz gebe insbesondere der Energiegewinnung aus Biomasse "erstmals die Option auf Wirtschaftlichkeit". Welche Arbeitsmarkt-Effekte das für Schleswig- Holstein bringt, sei derzeit schwer einzuschätzen. Albers: "Wir könnten durchaus überproportional profitieren, aber noch sind wir bei den erneuerbaren Energien Entwicklungsland."
Weitere Nachrichten vom 08.11.2004
- T-Mobile wird operatives Gewinnziel 2004 verfehlen
- Abzocke? Neue Telekom-Telefone umgehen Sparvorwahlen und Preselect
- EnBW verkauft österreichische Beteiligung
- T-Online und Telekom vereinbaren Verschmelzung
- Störung in Kernkraftwerk Philippsburg
- VDN: Täglich 5.000 Stromlieferungen im Höchstspannungsnetz
- Wurm tarnt sich als Video von Osama Bin Laden
- freenet hebt nach starkem dritten Quartal Prognose an
- Internettelefonie kostet Festnetzbetreiber Milliarden
- Eltern brauchen Handy-Rechnung der Kinder nicht zu zahlen
- Optionshandel beginnt an Leipziger Strombörse
- Staatsanwalt: Castor-Unglück hätte weitere Opfer fordern können
- T-Mobile will eine Milliarde Euro einsparen
- Clement sprach mit Strom-Managern
- Bahnreisende sollen künftig auch in Tunneln telefonieren können
- Sony Ericsson erwartet Erfolg für UMTS erst ab 2008
- EnBW droht Minister mit Klage - Gespräche mit Atommanagern beendet
- Drei Defekte im Atomkraftwerk Biblis entdeckt
- Demonstrant in Frankreich bei Castor-Transport getötet

