Verband sieht Biogas als guten Strom-Puffer

Nürnberg - Die Biogas-Branche geht von einer steigenden Bedeutung des Brennstoffes als speicherbare Energiequelle aus. Bei Engpässen kann so flexibel Strom erzeugt werden. Dazu müssten aber Anreize geschaffen werden, die Erzeugung von Biogas flexibler am jeweiligen Stromverbrauch auszurichten, sagte der Sprecher des Fachverbandes Biogas, Alexander Knebel, der Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt einer bundesweiten Tagung des Verbandes in Nürnberg.

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Bild: Biogasanlage Bild: ©LianeM/fotolia.com / Text: dpa

In technischer Hinsicht bedeute dies, Anlagen so nachzurüsten, dass sie vorrangig dann Biogas und elektrische Energie erzeugten, wenn Solaranlagen und Windräder nicht genügend Strom lieferten, erläuterte Knebel. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben 4800 Biogasbetreiber in Deutschland.

Derzeit liege die Leistung der rund 8000 deutschen Biogasanlagen bei 4200 Megawatt; davon seien Anlagen mit einer Gesamtleistung von 800 Megawatt bereits "flexibilisiert". Das bedeute, dass Biogas in angegliederten Blockheizkraftwerken vor allem dann verfeuert werde, wenn Wind- und Sonnenstrom gerade knapp sei, erläuterte Knebel.

Biogas könne so Versorgungsengpässe ausgleichen. Blockheizkraftwerke produzieren neben Strom zugleich nutzbare Wärme. Um die Umrüstung von Biogasanlagen attraktiver zu machen, müsse aber die Bundesregierung die Rahmenbedingungen dafür verbessern.

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